Die Deutsche Familienversicherung (DFV) hat Details zu ihrem geplanten Börsengang mitgeteilt. Nach Angaben des 2007 gegründeten Versicherers, der sich wegen seiner digitalen Prozesse selbst als "Insurtech" bezeichnet, werde das Angebot 3,5 Millionen Aktien aus einer Kapitalerhöhung umfassen. Die Preisspanne für das Papier soll zwischen 17 und 23 Euro liegen. Hinzu kommen weitere 525.000 Aktien aus dem Bestand eines Hauptaktionäres, falls die Nachfrage das Angebot übersteigt, eine sogenannte "Greenshoe-Option", so die DFV.

Die Frist für Kaufangebote startet am 30. Oktober und soll am 9. November enden: Um 12:00 Uhr für Privatanleger und um 13:00 Uhr für institutionelle Investoren. Die Handelsaufnahme im regulierten Markt der Frankfurter Wertpapierbörse ist für den 14. November 2018 geplant. 

Geld für Vertriebsausbau
Der Digitalversicherer rechnet – vorausgesetzt, alle Aktien finden einen Käufer– mit einem Platzierungsvolumen zwischen 68 Millionen Euro und 92 Millionen Euro – in früheren Meldungen war von rund 100 Millionen Euro die Rede gewesen. Davon sollen der Gesellschaft zwischen 59 und 79 Millionen Euro als Bruttoemissionserlös zufließen. Der endgültige Angebotspreis und das Platzierungsvolumen werden im Rahmen eines sogenannten "Bookbuilding-Verfahrens" ermittelt und voraussichtlich am 9. November 2018 festgelegt.

Die Erlöse sollen in erster Linie in den Ausbau des Vertriebs und die Umsetzung von Marketingmaßnahmen fließen. Daneben will die Gesellschaft in ihre IT und die weitere Digitalisierung investieren sowie das Produktportfolio verbreitern. Dieses besteht aus Krankenzusatzversicherungen wie Ambulante-, Stationäre-, Zahn- und Pflegezusatzpolicen, sowie Sachprodukten (Hausrat-, Haftpflicht, Rechtschutz- und Unfallversicherungen). (jb)