Die Deutsche Familienversicherung (DFV) hat die im vergangenen Jahr angekündigte Kooperation mit einem Großkunden gestartet. Der börsennotierte Digitalversicherer bietet den rund 9.000 Mitarbeitern und Auszubildenden des Konsumgüterherstellers Henkel in Zusammenarbeit mit der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie eine exklusive Pflegezusatzversicherung unter der Bezeichnung "Henkelcareflex" an.

Diese Basisabsicherung im Falle ambulanter, teilstationärer und stationärer Pflege ist Teil eines sogenannten Sozialpartnermodells zwischen Henkel und der Gewerkschaft, wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht. Dieses Modell ist Teil des Anfang 2018 in Kraft getretenen Betriebsrentenstärkungsgesetzes, mit dem die Regierung die Attraktivität von Betriebsrenten mithilfe einer Lösung ohne Garantiezusagen durch den Arbeitgeber stärken will. 

Aktienkurs reagiert positiv auf Kooperation
Laut DFV wurden per Jahresbeginn schon mehrere Tausend Verträge für die Zusatzpolice abgeschlossen. Zusätzlich haben zahlreiche Henkel-Mitarbeiter mit Basisabsicherung bereits die Möglichkeit genutzt, ihre Absicherung zu erhöhen oder Familienangehörige in den Schutz mit einzubeziehen. "Versicherungskooperationen wie Henkelcareflex sind sowohl hinsichtlich obligatorischer als auch fakultativer Verträge stark skalierbar. Auch deswegen sind wir davon überzeugt, dass wir unser ambitioniertes Ziel von 100.000 Neukunden in 2019 erreichen werden.", so Stefan Knoll, Vorstandsvorsitzender der DFV.

Im Zuge der Ankündigung des Startes des Programmes mit Henkel stieg der Kurs der Aktie am Morgen des 9. Januar auf zwölf Euro, nachdem die Aktie am Vortag bei 11,70 Euro notiert hatte. Der Ausgabepreis beim Börsengang Anfang Dezember lag bei 12,30 Euro. (jb)