Versicherungen mit alternativen Garantiemodellen, auch unter dem Begriff "Neue Klassik" bekannt, haben 2019 ein Drittel zum Neugeschäft der Lebensversicherer beigetragen. Fondsgebundene Renten- und Kapitalversicherungen liegen zwar weit dahinter, gehören aber zu den Produktkategorien, die weiter wachsen. Das ist dem Nachschlagewerk "Die deutsche Lebensversicherung in Zahlen 2020" zu entnehmen, das der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) veröffentlicht hat.

Insgesamt zählt der GDV für das Jahr 2019 5,1 Millionen neue Lebensversicherungen, ein Plus von 4,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. 44 Prozent des Neugeschäfts entfiel auf Rentenprodukte, 9,8 Prozent auf kapitalbildende Lebensversicherungen. Die restlichen 46 Prozent verteilen sich auf mehreren Kategorien, darunter Risikoleben- oder Invaliditätsversicherungen. Die Beitragssumme des Neugeschäfts erhöhte sich um 13,2 Prozent auf 172 Milliarden Euro. Davon entfielen auf Einmalbeitrags-Policen 36,7 Milliarden Euro, das waren 36,9 Prozent mehr als im Vorjahr. Hier war die Allianz der große Gewinner.

Im Schatten der Neuen Klassik
Fondsgebundene Rentenversicherungen trugen 4,4 Prozent zum Neugeschäft bei (+4,7%), fondsgebundene Kapitallebenspolicen hatten daran einen Anteil von 0,9 Prozent (+4,0%). Damit stehen sie klar im Schatten von Produkten der Neuen Klassik: Diese machten 32,2 Prozent des Neugeschäfts im Jahr 2019 aus. Mehr als 1,6 Millionen dieser Policen wurden vermittelt, gegenüber rund 270.000 Fondspolicen, Renten- und Kapitallebensversicherungen zusammengenommen.

Betrachtet man Policen gegen Einmalbeiträge und solche mit laufenden Zahlungen, so zeigt sich: An letzteren haben fondsgebundene Rentenpolicen einen Anteil von 5,7 Prozent, fondsgebundene Kapitallebensversicherungen einen Anteil von 1,1 Prozent. Bei Einmalprodukten sind es 1,3 Prozent beziehungsweise  0,6 Prozent. Fondspolicen spielen hier also so gut wie keine Rolle. (jb)