Die Helvetia Leben hat mit der "Helvetia Clever Protect" eine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) gestartet. Das Besondere an dem Produkt: Die Prämien werden zumindest teilweise in Aktienfonds angelegt und nicht vollständig im Deckungsstock, wie der Versicherer mitteilt. Damit ist die Helvetia in Deutschland erst der zweite Versicherer neben der Gothaer, der eine fondsgebundene BU bietet.

Ziel dieser Anlagestrategie ist, die Prämien für Kunden niedrig zu halten, so die Helvetia. Versicherer legen die Beiträge normalerweise in Anleihen an, mit denen sich aktuell bekanntlich nur sehr niedrige Renditen erwirtschaften lassen. Daher muss der Kunde entsprechend mehr selber einzahlen, um später in einer Notlage die gewünschte BU-Rente zu erhalten. Aktienfonds liefern höhere Renditen, der Kunde muss selber weniger einzahlen, so das Kalkül – und erhält womöglich ein Guthaben am Ende der Vertragslaufzeit, wenn er keine Rente erhielt.

Aktive und passive Portfolios zur Auswahl
Zur Auswahl stehen drei Körbe oder "Baskets" mit unterschiedlichen Schwerpunkten: Der Basket Anlagestrategien besteht aus vier aktienfondsbasierten Helvetia Anlagestrategien, die in Zusammenarbeit mit den Vermögensverwaltern Vontobel und HSBC aktiv gemanagt werden. Der Basket ETF beinhaltet fünf börsengehandelte Indextracker (ETF). Der Basket Nachhaltigkeitsfonds setzt sich aus zurzeit vier nachhaltigen Investmentfonds zusammen. 

Die BU verfügt ferner über umfangreiche Nachversicherungsgarantien, mit denen die Absicherung an die individuelle Lebens- und Einkommensentwicklung angepasst werden kann. Zudem könne die Leistung bei Arbeitsunfähigkeit eingeschlossen werden, sodass bereits bei einer sechsmonatigen Krankschreibung eine Leistung fällig wird. Der Einschluss der Arbeitsunfähigkeit zur Grundfähigkeitsversicherung sichere den Leistungsfall aufgrund psychischer Erkrankungen zumindest temporär ab. (jb)