Clark geht nach Österreich. Der Online-Makler, der 2015 mit einem digitalen Versicherungsordner gestartet ist, sein Geschäftsmodell sukzessive erweiterte und auch mit großen Versicherungen kooperiert, plant für Anfang 2020 den Start in Österreich. Damit können die Kunden auch dort künftig Verträge digital ordnen, überprüfen lassen und online neue Versicherungen abschließen. Dazu arbeitet das Insurtech mit führenden Gesellschaften in Österreich zusammen, wie es in einer Pressemitteilung heißt.

"Wir sehen im österreichischen Markt großes Potenzial. Die Branche steht, zumindest was den Online-Abschluss von Versicherungen angeht, noch am Anfang", so Clark-Vorstandschef Christopher Oster. "Gemeinsam mit den Versicherern wollen wir das Versicherungserlebnis für die Kunden in Österreich in den nächsten Jahren digitalisieren."

Eigene Gesellschaft in Österreich
Für den Markteintritt in Österreich wurde eine eigene Gesellschaft mit Sitz in Wien gegründet. Ferner baut das Insurtech mit Hauptsitz in Frankfurt ein Serviceteam vor Ort auf, das den österreichischen Kunden mit Markt- und Produktverständnis zur Seite stehen soll. Die Geschäftsleitung übernehmen Marco Adelt und Philip Steiner. Adelt ist einer der Gründer von Clark und agierte bislang als Chef fürs operative Geschäft. Steiner ist Jurist und bringt mehr als 20 Jahre Erfahrung in der Versicherungsbranche mit. Bis Ende 2017 war er Vertriebsvorstand der Nürnberger Versicherung in Österreich (FONDS professionell ONLINE berichtete).

Mit dem Schritt nach Österreich unterstreicht das Frankfurter Start-up seine Wachstumsbestrebungen. Mit der Internationalisierung erwartet das Start-up, weiter massiv zusätzliche Kunden für seine App gewinnen zu können. "Wir haben in den vergangenen Jahren ein ausgereiftes Produkt und das nötige Marktverständnis aufgebaut und sehen jetzt den richtigen Zeitpunkt gekommen, um unseren digitalen Versicherungsservice auch in anderen Ländern anzubieten", sagt Oster. (jb)