Die gesetzliche Krankenversicherung ist 2021 für viele Verbraucher teurer geworden, auch durch den gesetzlich zulässigen Zusatzbeitrag. "Die Erhöhungen liegen fast alle zwischen 0,1 und 0,6 Prozentpunkten", hatte Thomas Adolph, Geschäftsführer der Kassensuche GmbH als Betreiber des Online-Portals "Gesetzlichekrankenkassen.de", schon zu Jahresbeginn beobachtet.

Bis zu 700 Euro pro Jahr können Arbeitnehmer mit einem Kassenwechsel sparen, der ab diesem Jahr einfacher funktioniert: Der neuen Kasse muss nur noch schriftlich mitgeteilt werden, dass man Mitglied werden will – die schriftliche Kündigung bei der alten Kasse entfällt. Erhöht die Kasse den Zusatzbeitrag, besteht ein Sonderkündigungsrecht und die Kündigung wird schon zum übernächsten Monat wirksam. Wer seinen Job wechselt, kann bis spätestens 14 Tage nach Beschäftigungsbeginn eine neue Kasse wählen, ohne die übliche Bindungsfrist einzuhalten. Diese Bindungsfrist hat sich seit diesem Jahr generell auf zwölf Monate verkürzt (vorher: 18 Monate).  

Das von der Kassensuche GmbH betriebene Portal "Makleraktiv.de" bietet im Vermittlerregister eingetragenen Vermittlern die Möglichkeit, mit geringem Aufwand die passende gesetzliche Krankenkasse für ihre Kunden zu ermitteln und somit eine noch bessere Rundumbetreuung zu bieten. Dabei werden in der Kassensuche aus über 70 Leistungspunkten diejenigen ausgewählt, die dem Kunden besonders wichtig sind.

Makler können bei Kassenwechsel mitverdienen
Zumeist kann der Berater auch gleich eine Mitgliedschaft für den Kunden beantragen. Dafür zahlen die Kassen eine Aufwandsentschädigung. Die Antragsformulare sind im Portal hinterlegt. Registrierten Vermittlern wird eine zentrale Abwicklung des Antragsprozesses und Auszahlung der Entschädigung geboten. Aktuell zahlen die Kassen pro Antrag bis zu 98,70 Euro, berichtet Adolph. Weitere Vergütungen wie Bestandsprovisionen, Mengenstaffelungen oder Superprovisionen seien den Kassen von den Aufsichtsbehörden strikt untersagt.

Adolph reichte von dieser Aufwandsentschädigung bisher 65 Euro an den Makler weiter. Ab 1. Juni erhöht er die Vergütung auf einmalig 75 Euro. Begründung: "Wenn Vermittler über uns einreichen, stellen wir ihnen eine komplette Infrastruktur mit Vergleichsrechnern samt detaillierter und rechtssicherer Leistungsvergleiche zwischen zwei Kassen sowie die komplette Abwicklung zur Verfügung und ersparen Maklern damit auch Direktanbindungen an mehrere Kassen." Weil die von den Kassen gezahlte Vergütung sich über die Jahre erhöht habe und der Aufwand geringer geworden sei, könne nun mehr weitergegeben werden.

Infrastruktur für rechtssicheren Rat nutzen
Die Anbindung an das Portal Makleraktiv.de sei simpel und beinhalte nur eine kurze Vereinbarung, die den Makler weder zu Geschäft noch zu irgendwelchen Zahlungen verpflichtet. Lediglich auf die "Wettbewerbsrichtlinien der Aufsichtsbehörden der Gesetzlichen Krankenkassen" wird der Partner verbindlich verpflichtet.

Der Makler bekomme die Zugangsdaten zu Makleraktiv.de und könne die Vergleichsrechner voll nutzen. Das Vergleichstool lasse sich auch auf die eigene Makler-Homepage integrieren. "Erst wenn er einen Antrag über uns abwickelt, erheben wir unseren Anteil an der Aufwandsentschädigung mit der nächsten monatlichen Abrechnung", so Adolph, der jahrelang die Maklerfirma AFW Dienstleistungsgesellschaft geleitet hatte. (dpo)