Die im niedersächsischen Obernkirchen ansässige BKK24 Betriebskrankenkasse hat im Jahresverlauf rund 9.000 Mitglieder verloren. Das sind bezogen auf die Gesamtzahl von 107.000 Mitglieder zur Jahresmitte etwas mehr als acht Prozent, wie die das Portal "T-Online" unter Berufung auf Angaben der Krankenkassen berichtet. "Mit dieser ungefähren Größenordnung haben wir kalkuliert", zitiert T-Online das BKK24-Vorstandsmitglied Tobias Mittmann.

Hauptgrund für diesen "Schwund" ist die Erhöhung des Zusatzbeitrages. Die BKK24 musste diesen im Jahresverlauf  drastisch von 1,0 auf den Branchenspitzensatz von 2,5 Prozent erhöhen, nachdem ein "Liquiditätsengpass" entstanden war: Die Kasse hatte sich zuvor wohl mit einem zu niedrigen Zusatzbeitrag verkalkuliert. Dieser reichte offensichtlich nicht aus, um die Kosten zu decken.

Behörde genehmigte Beitragserhöhung
Das hatte die Krankenkasse dem zuständigen Bundesamt für Soziale Sicherung (BAS) angezeigt, das dann die Zusatzbeitragserhöhung geprüft und genehmigt habe, die im Frühjahr 2022 rückgängig gemacht werden und sich dann am bundesweit geltenden Durchschnitt orientieren soll. (jb)