Die deutschen Lebensversicherer sind mit dem Neugeschäft in diesem Jahr bislang weitgehend zufrieden. Im ersten Halbjahr 2021 stieg die Zahl der neu abgeschlossenen Verträge um rund fünf Prozent auf gut 2,2 Millionen. Das meldet der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). Für das Gesamtjahr rechnet der GDV mit gut 4,8 Millionen neu abgeschlossenen Lebensversicherungsverträgen – das entspräche einem Zuwachs von knapp vier Prozent. Die Beitragseinnahmen aus dem Neugeschäft könnten auf dieser Basis um knapp sechs Prozent auf gut 10,0 Milliarden Euro steigen.

Der Verband schätzt ferner, dass auf die betriebliche Altersvorsorge (bAV) etwa jeder fünfte neu abgeschlossene Vertrag und sogar ein Viertel der Beitragseinnahmen aus dem Neugeschäft entfallen dürfte. Die Beitragseinnahmen insgesamt prognostiziert der GDV stabil auf Vorjahresniveau. Im Jahr 2020 hatten die Lebensversicherer, Pensionskassen und Pensionsfonds Beitragseinnahmen von gut 103 Milliarden Euro gebucht.

Potenzial beim Sozialpartnermodell
"Die Lebensversicherung bleibt Eckpfeiler der privaten Altersvorsorge. Das Neugeschäft hat nach verhaltenem Start im Jahresverlauf 2021 deutlich an Dynamik gewonnen", kommentiert Jörg Asmussen, Hauptgeschäftsführer des GDV. "Wir gehen davon aus, dass sich der positive Trend bis zum Jahresende 2021 fortsetzt. Zu der guten Entwicklung trägt insbesondere die betriebliche Altersversorgung bei. Vor allem die Förderung für Geringverdiener wirkt. Die kommende Regierung sollte den Zuschuss dynamisieren, das heißt an die Lohnentwicklung koppeln, um den Schwung zu halten. Auch das 'Sozialpartnermodell' hat Potenzial", so Asmussen weiter. (jb)