Seit 2018 haben Versicherungsvermittler eine Weiterbildungspflicht. Exakt 15 Stunden pro Jahr müssen sie die Schulbank drücken. Die entsprechenden Vorschriften, die in der EU-Versicherungsvertriebsrichtlinie IDD und der deutschen Versicherungsvermittlungsverordnung (VersVermV) zu finden sind, werfen in der Praxis aber immer wieder Fragen auf.

Die Finanzaufsichtsbehörde Bafin und der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) haben daher vor fünf Monaten einen gemeinsam erstellten Fragen-Antwort-Katalog (FAQs) veröffentlicht, dem sie nun eine aktualisierte Fassung folgen lassen (diese finden Sie hier auf der Internetseite der Bafin).

Rückfragen aus der Branche 
"Hintergrund der Aktualisierung waren verschiedene Fragen der Branche zur Weiterbildungspflicht für Versicherungsvermittler und vertrieblich tätige Angestellte, die in den FAQs mit Stand 15. Oktober 2020 noch nicht oder nicht ausführlich genug thematisiert worden sind", heißt es zur Begründung in einer Mitteilung der Aufsicht.

Demnach habe es unter anderem Anpassungen zu folgenden Punkte gegeben: Ob Auszubildende im Bereich Versicherungsvermittlung der Weiterbildungspflicht unterliegen, ob Vertriebsvorstände eines Versicherungsunternehmens unter den Voraussetzungen des Paragraf 48 Absatz 2 Satz 4 Versicherungsaufsichtsgesetz (VAG) sich weiterbilden müssen und ob Schulungen zu versicherungsspezifischer Beratungs- und Angebotssoftware sowie zur elektronischen Antragsaufnahme angerechnet werden können. (jb)