Der Schweizer Versicherer Baloise ist am 11. April Opfer einer Hackerattacke geworden. Die Gesellschaft hat den Angriff auf Teile ihrer IT-Infrastruktur aber frühzeitig erkannt und innerhalb von kurzer Zeit Gegenmaßnahmen ergreifen können, um die Attacke abzuwehren. Das berichtet das Branchenportal "Finews" unter Berufung auf eine Mitteilung der Versicherungsgesellschaft. Demnach seien bei der Attacke offenbar keine Unternehmens- oder Kundendaten entwendet worden.

Mit der raschen Reaktion seien die betroffenen Systeme identifiziert und isoliert worden. Das wiederum habe zu Einschränkungen in Teilbereichen im gebundenen Vertrieb der Auslands-Tochter Basler Deutschland geführt, so Finews. "Im Zuge der Abwehrmaßnahmen kann es temporär zu weiteren Einschränkungen im Dienstleistungsverkehr mit der Baloise kommen", warnt der Versicherer weiter. Weitere Bereich werden aber nicht isoliert werden müssen.

Hackeranriff auf Haftpflichtkasse Darmstadt
Bei der Haftpflichtkasse Darmstadt hatten Cyber-Kriminelle dagegen mehr Erfolg. Sie konnten sich am 10./ 11. Juli vergangenen Jahres Zugriff auf persönliche Daten wie Bankverbindungen von Kunden und Geschäftspartnern verschaffen, die sie dann auch im Darknet angeboten haben. Der deutsche Versicherer hat seine Systeme danach vom Netz genommen und konnte erst Anfang August wieder den Normalbetrieb aufnehmen. (jb)