Courtagen sind die Haupteinnahmequellen für Versicherungsvermittler. Honorare von Kunden fristen dagegen ein Schattendasein. In regelmäßigen Abständen sorgen die gezahlten Vermittlungsprovisionen für Diskussionen: Verbraucherschützer und auch Politiker monieren gerne, die Entgelte seien zu hoch

Daher ist es wichtig, Daten über die Höhe der tatsächlich gezahlten Provisionen zu sammeln. Das hat der Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute (BVK) mit seiner alle zwei Jahre erscheinenden Studie  "Betriebswirtschaftliche Strukturen des Versicherungsvertriebs" getan, deren aktuelle Ausgabe von den an der Fachhochschule Dortmund lehrenden Professoren Matthias Beenken, Lukas Linnenbrik und Michael Radtke erstellt wurde. Grundlage der über 160 Seiten starken Untersuchung ist eine Umfrage unter mehr als 3.200 im BVK organisierten Vermittlern, hauptsächlich gebundenen Handelsvertretern.  


In der Bildergalerie oben hat FONDS professionell ONLINE ausgewählte Studienergebnisse zu den Provisionen, die verschiedene Vermittlergruppen für Sach-, Leben-, Kfz- und Krankenversicherungen erhalten, grafisch aufbereitet – einfach weiterklicken!


Für den BVK sind die Ergebnisse der Umfrage zu den Provisionen klar: "Die Provisionssätze steigen keineswegs, im Gegenteil", schreibt BVK-Vizepräsident Andreas Vollmer im Vorwort der Studie. Er warnt weiter, dass die Vermittlervergütungen in der bevorstehenden Bundestagswahl in Frage gestellt würden. In Wahlprogramm- und Gesetzentwürfen mehrerer Parteien finden sich Forderungen nach Provisionsverboten und der Umstellung auf eine Honorarberatung, bei der es angeblich keine schlechte Beratung mehr geben soll. Die Erfahrungen in anderen europäischen Ländern zeigten aber, dass dies eine Illusion sei, so Vollmer. (jb)