Die Haftpflichtkasse Darmstadt musste im Juli eine Cyberattacke auf ihre IT-Systeme melden. Dabei wurden auch persönliche Daten wie Bankverbindungen von Kunden und Geschäftspartnern kopiert und entwendet – und dann im sogenannten Darknet veröffentlicht, wie der Versicherer heute (15.10.) mitteilt. Es sei aber nicht bekannt, ob Dritte Einsicht in diese Daten genommen haben. Bislang habe es auch noch keinen Missbrauchsfall gegeben – oder korrekt ausgedrückt: Es sei noch keiner gemeldet worden. "Allerdings können wir aus verschiedenen Gründen nicht alle betroffenen Vertragspartner erreichen", berichtet Vorstandsmitglied Torsten Wetzel.

Aus diesen Gründen rät der Versicherer allen Kunden und Geschäftspartnern, die der Haftpflichtkasse Kontodaten überlassen haben, sich umgehend mit ihrer Bank in Verbindung zu setzen und Schutzmaßnahmen zu ergreifen. Ein weiterer Ratschlag: Der genannte Personenkreis sollte laut der Mitteilung zudem für den Zeitraum ab Mitte Juli 2021 und in Zukunft "ihr Konto auf verdächtige, ihnen nicht nachvollziehbare Kontobewegungen prüfen und gegebenenfalls ihre Bank entsprechend umgehend informieren". (jb)