Die Allianz Lebensversicherung kann sehr zufrieden mit dem Geschäftsjahr 2019 sein. Der deutsche Versicherungsprimus hat seinen Marktanteil am Neugeschäft deutlich steigern können. Vor allem der Absatz mit Einmalbeitragsprodukten war sehr erfolgreich, wie aus dem Geschäftsbricht des Lebensversicherers hervorgeht.

Die Neubeiträge betrugen 19,6 Milliarden Euro. Davon stammen 13,5 Milliarden Euro aus dem Privatkundenbereich und 6,1 Milliarden Euro aus dem Firmenkundengeschäft. Vergleicht man diese Angaben mit den bisher bekannt gegebenen Zahlen des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) für 2019, so entfallen auf die Allianz Leben knapp 46 Prozent des gesamten Neugeschäfts bei Lebensversicherungen –  2018 betrug der Anteil 40 Prozent. Dem GDV zufolge betrug das Neugeschäft bei laufenden und einmaligen Beträgen im vergangenen Jahr nämlich 42,8 Milliarden Euro.

Boom bei Einmalbeiträgen
Bemerkenswert ist die Entwicklung bei den Einmalbeiträgen – sowohl bei der Allianz Leben als auch im Gesamtmarkt. Der GDV gibt an, dass deutsche Verbraucher satte 37 Milliarden Euro auf einen Schlag in Produkte der Assekuranz einzahlten. Das entspricht einem Anstieg um 36 Prozent. Der Verband fügt aber erklärend hinzu, dass Sonderzahlungen bei Verträgen mit laufenden Einzahlungen auch als Einmalbeiträge gezählt werden, was den großen Unterschied  zu den 5,8 Milliarden Euro im normalen, laufenden Geschäft zumindest teilweise erklärt.

Das ändert nichts an der Tatsache, dass die Allianz Leben auch diesen Bereich dominiert. Laut ihrem Geschäftsbericht beliefen sich die Einmalbeiträge auf 24,2 Milliarden Euro. 18,6 Milliarden Euro stammten aus den Taschen von Privatkunden, 5,6 Milliarden Euro von Firmenkunden.

Mehr Provisionen für Vermittler
Der Versicherer hat zudem offengelegt, wie viele Abschlusscourtagen und "sonstige leistungsabhängige Bezüge" für Vermittler er 2019 zahlte: Es waren 1,5 Milliarden Euro nach 1,34 Milliarden im Jahr 2018. Damit sei aber der prozentuale Anteil der Courtagen am Neugeschäft auf 3,4 Prozent gesunken (-0,4 Prozentpunkte). Die Verwaltungskosten stiegen leicht um fünf Millionen auf 203 Millionen Euro. (jb)