Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) hat die aktuelle Statistik zu den bestehenden Riester-Verträgen veröffentlicht. Das erstaunliche Ergebnis: Die Zahl der Produkte der staatlich geförderten Altersvorsorge war im ersten Quartal 2020 zum ersten Mal seit Start der Zählungen über alle Kategorien rückläufig. Auch die bislang erfolgreichen Fonds- und Wohn-Riester-Produkte mussten erstmals Federn lassen.

Nach Angaben des BMAS sank die Zahl aller Verträge im Vergleich zum Jahresende 2019 um 52.000 auf 16.478.000. Das höchste Minus verzeichneten geförderte Versicherungsprodukte um 28.000 auf 10.744.000. Bei den Riester-Banksparplänen fielen 10.000 weg, sodass deutschlandweit nur noch 617.000 existieren. Ende 2014 waren es einmal 814.000 gewesen.

Fonds-Riester: 6.000 Verträge weniger
Die Zahl der Riester-Produkte im Fondsmantel stand nun Ende März bei 3.307.000 und damit um 6.000 geringer als Ende 2019. Auch die lange Zeit bei Kunden beliebten Wohn-Riester-Verträge wurden in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres seltener neu abgeschlossen, sodass unterm Strich die Anzahl der beendeten Verträge die der neuen überwog. Im Detail existierten Ende März 1.811.000 Wohn-Riester, 7.000 weniger als drei Monate zuvor.

Gründe für den allgemeinen Rückgang gibt das Ministerium nicht an. Man kann aber begründet annehmen, dass wegen der Corona-Krise weit weniger Neuabschlüsse getätigt wurden. Zudem könnten auch die andauernden Diskussionen und Alternativvorschläge zur Riester-Rente Verbraucher von Abschlüssen abgehalten haben. (jb)