Bayerische Versicherung und HDI Leben wollen Kunden und Vermittler in der Corona-Krise entlasten. Die Gesellschaft aus dem Süden bietet Versicherungsnehmern je nach Vertrag Beitragsfreistellungen, Zahlungsaufschübe, Verlegungen des Versicherungsbeginns, Stundungen der Beiträge oder Anpassungen des Versicherungsschutzes und sogar eine kostenfreie Notfalldeckung in der Kompositversicherung – letzteres aber nur für treue Kunden. 

Vermittlern werden nach Angaben der Gesellschaft Vorteilspreise für IT-Unterstützung zur Online–Beratung und Abschluss- sowie Beratungsrechnern gewährt. Ebenfalls gelten ab sofort umfassende Änderungen bei Lebensversicherungen: "Jedes Storno wird hinsichtlich seiner Belastung um zwölf Monate verzögert. Das gilt auch für die Verträge, die vor längerer Zeit abgeschlossen wurden, sich aber noch in der Haftungszeit befinden", schreibt die Bayerische.

Höhere Provisionen?
Außerdem plant der Versicherer, Vermittlern bei Neuabschlüssen für Fondspolicen ohne Garantien befristet höhere Courtagen zu zahlen. Die endgültige Entscheidung hierüber ist aber noch nicht gefallen, wie FONDS professionell ONLINE auf Anfrage erfuhr.

"Eine solche Krise meistern wir nur, wenn wir jetzt alle Regeln hinterfragen, Kreativität fördern und zusammenhalten", betont Martin Gräfer, Vorstand der Versicherungsgruppe die Bayerische. "Jetzt gilt es, sich gegenseitig unterzuhaken und zusammenzustehen. Deswegen haben wir schnell und unbürokratisch ein Aktionsprogramm entschieden."

HDI Leben: Keine Auswirkungen auf Provisionen der Vermittler
HDI Leben wiederum offeriert allen Kunden ab sofort und ohne konkreten Nachweis, dass sie auf Antrag ihre Beitragszahlungen für bis zu sechs Monate und bis längstens Ende 2020 aussetzen ("Corona-Pause"). Das gelte sowohl für die betriebliche und private Altersvorsorge als auch für Biometrie-Produkte wie Berufsunfähigkeitsversicherungen. Der größte Vorteil im Vergleich zur Beitragsfreistellung: Der Versicherungsschutz bleibt lückenlos erhalten. Hinzu kommt: HDI erhebt auf die ausgesetzten Beiträge keine Zinsen.

Die Vermittler hat HDI dabei auch im Blick: "Grundsätzlich hat die 'Corona-Pause' keinen Einfluss auf die Vergütung der Vermittler. Nur falls der Kunde die ausgesetzten Beiträge nicht nachzahlt und seinen Vertrag nach der Pause auch nicht fortsetzt, kann es zu Provisionsanpassungen kommen", erklärt Wolfgang Hanssmann, im Vorstand der HDI Deutschland für Vertrieb und Marketing verantwortlich.(jb)