Gutverdiener müssen im kommenden Jahr höhere Sozialversicherungsbeiträge zahlen. Das geht aus einem Entwurf des Bundesarbeitsministeriums (BMAS) zu den Rechengrößen für die Sozialversicherungsbeiträge hervor. Diese Beitragsbemessungsgrenzen sind wichtig: Sie legen fest, bis zu welchem Einkommen Arbeitnehmer maximal Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherungsbeiträge zahlen müssen. Für Lohnzahlungen oberhalb dieser Grenze werden keine Beiträge fällig. Zudem legen diese Bemessungsgrenzen fest, ab wann jemand in die Private Krankenversicherung (PKV) wechseln darf.

Laut der Pressemitteilung aus dem Haus von Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) soll die neue Beitragsbemessungsgrenze in der allgemeinen Rentenversicherung ab kommendem Jahr bei 7.300 Euro im Monat für den Westen Deutschlands (2022: 7.050 Euro) und 7.100 Euro monatlich im Osten (2022: 6.750 Euro) liegen. Für die Arbeitslosenversicherungen gelten die gleichen Werte – wie auch schon im noch laufenden Jahr 2022.

Ab 66.600 Euro in die PKV
Die Beitragsbemessungsgrenze für die Kranken- und Pflegversicherung soll bundeseinheitlich von 4.837,50 Euro auf 4.987,50 im Monat oder 59.850 Euro im Jahr angehoben werden.  Die Versicherungspflichtgrenze in der gesetzlichen Krankenversicherung, die sogenannte "Jahresarbeitsentgeltgrenze", steigt auf 66.600 Euro (2022: 64.350 Euro) – wer darüber liegt, darf in die PKV wechseln. Der Gesetzentwurf des BMAS muss noch vom Bundeskabinett beschlossen werden. Ferner muss der Bundesrat zustimmen. Beides gilt aber als Formsache. (jb)