Seit dem vergangenen Jahr werden die Versicherungsbestände der britischen Standard Life Versicherung von der in Edinburgh ansässigen Phoenix-Gruppe unter der neuen Standard Life Assurance verwaltet. Nun gab die Gesellschaft bekannt, dass man die letzte notwendige Genehmigung erhalten, um die Versicherungsbestände der österreichischen und deutschen Kunden nach Irland zu übertragen. Dieser Schritt wurde notwendig, um die Kunden auch nach einem möglichen Brexit noch dementsprechend betreuen zu können. 

Oberstes schottisches Zivilgericht genehmigte Pläne
Das oberste schottische Zivilgericht (Court of Session) hat laut Standard Life nun dem Plan zugestimmt, die Verträge von der schottischen Standard Life Assurance Limited auf die irische Standard Life International DAC zu übertragen. Damit wurden die vom britischen Aufsichtsrecht vorgeschriebenen Vorgaben des Part-VII-Transfers erfüllt. Vor der Entscheidung hatte das Gericht in den vergangenen Monaten ausführlich geprüft, ob die Belange der Versicherungsnehmer hinreichend gewahrt sind. 

"Es ist ein bedeutender Tag für Standard Life. Wir haben in den vergangenen 36 Monaten intensiv an einer Lösung für unsere Kunden und Vertriebspartner gearbeitet, die für maximale Planungssicherheit sorgt. Ich freue mich sehr, dass wir die Genehmigung erhalten haben", sagt Peter Tyson, zuständiger Brexit Programme Director bei Standard Life. "Bis zum 29. März werden wir die Übertragung abgeschlossen haben und sind damit pünktlich startklar." 

Versicherungsvertragsvermögen von 26 Milliarden Euro 
Nach der Übertragung der Bestände wird Standard Life mit mehr als 600.000 Verträgen von österreichischen, deutschen und irischen Kunden und einem voraussichtlichen Versicherungsvertragsvermögen von 26 Milliarden Euro voraussichtlich der zweitgrößte irische Lebensversicherer sein. Die Verwaltung und Betreuung der Verträge wird aber weiterhin in Österreich und Deutschland stattfinden. Nach der Übertragung gilt weiterhin österreichisches beziehungsweise deutsches Vertrags- und Steuerrecht. (gp)