Betriebliche Vorsorgeangebote sind nach wie vor zu wenig verbreitet und werden zudem zu selten genutzt. Das belegt die Continentale-Studie 2026 "So versichert sich Deutschland: Zwischen Klassikern, Trends und blinden Flecken". Diese hat der Versicherer in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungs- und Beratungsinstitut Heute und Morgen erstellt. Bundesweit wurden für den Hauptteil 1.387 Teilnehmer im Alter ab 18 Jahren repräsentativ befragt.

Die Untersuchung zeigt nicht nur bedeutende Defizite in der Vorsorge auf, sondern auch in der Information. Für Vermittler können sich daraus vielfältige Anknüpfungspunkte in der Beratung privater und gewerblicher Kunden ergeben, befindet die Continentale.

Lohnende Absicherung
Der Studie zufolge profitiert nur knapp die Hälfte der Berufstätigen in Deutschland von betrieblichen Vorsorgelösungen. "Dabei lohnt sich die Absicherung über den Arbeitgeber", erklärt Jürgen Wörner, Vorstand Vertriebspartnerbetreuung und Kundendienst bei der Continentale Versicherung. Sie biete einen einfachen Zugang zu Versicherungsschutz, günstige Konditionen und weitere finanzielle Vorteile. "Vor allem hilft sie, Lücken in der existenziellen Vorsorge zu schließen", so Wörner. Und die sind in Deutschland groß, wie die Erhebung zeigt.

Am stärksten verbreitet ist mit 37 Prozent die betriebliche Altersversorgung (bAV). Allerdings bedeutet das im Umkehrschluss: Millionen Beschäftigte in Deutschland können gegenwärtig nicht mit einer betrieblichen Rente rechnen. Noch schlechter sieht es bei der Absicherung von Risiken aus. Nur 13 Prozent der Befragten genießen Unfallschutz über ihren Arbeitgeber. Eine betriebliche Krankenversicherung (bKV) besitzen lediglich elf Prozent. Bloß acht Prozent der Berufstätigen sind betrieblich gegen den Verlust ihrer Arbeitskraft abgesichert. 

Beschäftigte in Unkenntnis
Eine weitere Erkenntnis der Umfrage: Etwa die Hälfte der Unternehmen sehen entweder keine betriebliche Vorsorge vor oder die Beschäftigten wissen nichts davon. Viele Berufstätige können gar nicht sicher einschätzen, welche Absicherungsmöglichkeiten es in ihrem Unternehmen gibt. (am)