Die meisten Deutschen vermuten, dass die gesetzliche Pflegeversicherung nicht ausreicht, um die tatsächlich anfallenden Kosten in der Pflege zu decken. Dennoch hat sich mehr als die Hälfte noch nicht über die gesetzlichen Leistungen informiert, zeigt die Pflegestudie des Versicherers Hanse Merkur. Hinzu kommt: Jeder Dritte (36 Prozent) weiß nicht, wie teuer Pflege ist. So erwarten die rund 3.000 Befragten monatliche Pflegekosten von 1.000 Euro – tatsächlich sind es im Schnitt fast 2.250 Euro.

"Vier von fünf Frauen und zwei von drei Männern werden rein rechnerisch pflegebedürftig, damit ist das Thema irgendwann in jeder Familie präsent", sagt Marko Böttger, Abteilungsleiter Kooperationen betriebliche Pflegezusatzversicherung der Hanse Merkur. Mehr als die Hälfte der Befragten möchte nicht von den eigenen Familienmitgliedern gepflegt werden, sondern von professionellen Pflegediensten, wie aus der Studie hervorgeht. Dafür braucht es finanzielle Absicherung: 93 Prozent der Befragten wünschen sich daher eine betriebliche Pflegevorsorge ihres Arbeitgebers. "Die Unterstützung der Angehörigenpflege und die Absicherung des eigenen Pflegerisikos wird in Zukunft ein Wettbewerbsvorteil für Unternehmen sein", so Böttger. (fp)