Versicherungsvermittler müssen sich laufend fragen, welchen Bedarf an Policen ihre Kunden noch haben könnten. Ein von Anbietern oft ins Schaufenster gestelltes Produkt ist die Berufsunfähigkeitsversicherung (BU). Tatsächlich können sich viele Deutsche für den Abschluss einer solchen erwärmen – zumindest ergab das eine Online-Umfrage des Versicherer Canada Life unter 1.000 Bundesbürger ab dem Alter von 18 Jahren: Zwei Drittel dieser halten eine BU für wichtig, wie die Gesellschaft mitteilt. 

Laut der Umfrage hat sich fast ein Drittel der Befragten bereits mit einer BU abgesichert, 13 Prozent haben dies noch vor. 20 Prozent messen einer BU ebenfalls große Bedeutung bei, geben dabei aber an, dass ihnen im Moment die finanziellen Mittel hierfür fehlen. Ein knappes Viertel schätzt die Relevanz einer BU jedoch anders ein: Zehn Prozent halten sie für unwichtig, 14 Prozent für "mäßig wichtig" (siehe Grafik). 


Mehrheit votiert gegen mögliche Beitragssteigerungen
Bei der Umfrage äußerten sich die Teilnehmer auch zu möglichen Beitragserhöhungen. Diese waren in den letzten Monaten vermehrt in der Öffentlichkeit diskutiert worden. Mit 52 Prozent positioniert sich über die Hälfte der Befragten klar gegen mögliche Beitragserhöhungen und stimmt für einen konstanten Beitrag, der über die gesamte Vertragslaufzeit nicht steigen kann. 

Weit hinter einem stabilen Beitrag rangiert ein möglichst günstiger Einstiegsbeitrag, der später steigen kann. Über zwanzig Prozent der Umfrage-Teilnehmer optieren hierfür. Neun Prozent finden die Höhe des BU-Beitrags hingegen zweitrangig. Und 18 Prozent der Befragten entschieden sich für keine dieser Positionen (siehe Grafik). 

"Es freut mich, dass so viele Menschen die Wichtigkeit einer Absicherung in Form der BU erkannt haben", sagt Markus Drews, Hauptbevollmächtigter der Canada Life Deutschland. "Neben der Absicherung selber ist auch die Planungssicherheit ein entscheidender Faktor. Denn erst jüngst hat sich gezeigt, dass viele Kunden solche nicht planbaren Beitragserhöhungen ablehnen." (jb)