Bei der Altersvorsorge präferieren über 50 Prozent der Bürger in Deutschland eine Absicherung durch Zulagen nach dem Riester-Modell. Nur 20 Prozent würden lieber Steuervorteile wie die Abzugsfähigkeit von Vorsorgeaufwendungen bekommen. Das ist das Ergebnis einer Studie des Deutschen Instituts für Vermögensbildung und Alterssicherung.

Insgesamt fürchten über 60 Prozent der Bürger laut Umfrage, im Alter von Armut betroffen zu sein. Zwischen den Geschlechtern sind deutliche Unterschiede zu erkennen. So fürchten sich rund 66 Prozent der Frauen vor Altersarmut – aber nur knapp 54 Prozent der Männer.

"Private Vorsorge wichtiger denn je"
Vor allem für Geringverdiener sei das Riester-Modell mit Zulagen attraktiv, erklärt Helge Lach, Vorsitzender des Bundesverbands Deutscher Vermögensberater und Vorstand des Finanzvertriebs DVAG. Die Zulagen der Riester-Rente gewährt der Staat unabhängig vom Einkommen. Bei einer steuerlichen Förderung der Altersvorsorge profitieren Geringverdiener weniger, weil viele ihre Ausgaben nicht steuerlich geltend machen können, sagt Lach. Er hält eine Reform des Riester-Sparens für nötig. "Private Vorsorge ist gerade bei niedrigen Zinsen und hoher Inflation wichtiger denn je", betont er. (fp)