Wer zwischen 18 und 29 Jahre alt ist und eine Versicherung abschließen möchte, der wendet sich mit Fragen am liebsten an Freunde und enge Bekannte – oder an einen Vermittler. Das ergab eine Umfrage des IT-Dienstleisters Senacor Technologies unter tausend deutschen Verbrauchern.

Damit schlägt der persönliche Kontakt in puncto Versicherungen sogar das Internet. Zwar vergleichen 26 Prozent der Umfrageteilnehmer Angebote online auf einem der bekannten Portale. Jeder Dritte möchte jedoch mit einem Vermittler persönlich über seinen Versicherungsschutz sprechen.

Quelle: Senacor Technologies 

Ganze 85 Prozent der Befragten finden es wichtig, sich gegen die Risiken des Lebens mit einer Versicherung zu schützen. Gleichzeitig fühlt sich jedoch jeder Zweite nicht ausreichend abgesichert. Da junge Menschen zunächst Versicherungsschutz über die Eltern genießen, wissen sie beim Start ins Erwachsenenleben oft gar nicht, welche Versicherungen sie überhaupt benötigen. "Junge Menschen fühlen sich alleingelassen, auch von der Schule, obwohl sie wissen, dass sie sich um ihre Vorsorge kümmern müssen", sagt Wolff Graulich, Partner bei Senacor. 

Hand in Hand zum passenden Versicherungsschutz
"Wer jung ist, will vor allem schnell verstehen, welche Versicherung sich eignet und was genau versichert ist", sagt Graulich. Digitale Dienste spielten daher erst dann eine Rolle, wenn sich Kunden auch wirklich dazu befähigt fühlen, Entscheidungen zu treffen. 23 Prozent der Umfrageteilnehmer bestätigten, dass digitale Angebote das persönliche Gespräch ergänzen, aber nicht ersetzen können. Am wichtigsten ist es nach Graulichs Ansicht, dass Vermittler mit jungen potenziellen Kunden zunächst einmal in Kontakt treten. "Jemanden anfangs an die Hand zu nehmen und loszulassen, sobald die ersten Unsicherheiten verschwinden, ist der richtige Weg", erklärt er. (fp)