Jetzt ist es amtlich: Die Ausbildungsordnung zum neuen "Kaufmann/Kauffrau für Versicherungen und Finanzanlagen" wurde am 8.März im Bundesgesetzblatt veröffentlicht. Sie tritt am 1. August 2022 in Kraft und bildet die Grundlage für die künftige Ausbildung des kaufmännischen Nachwuchses in der Versicherungswirtschaft. Das teilt das Berufsbildungswerk der Deutschen Versicherungswirtschaft (BWV) mit. 

Was ist neu im Vergleich zu der von 2006 stammenden und 2014 angepassten Ausbildungsordnung? Laut BWV beinhaltet die neue Ordnung insbesondere Vorgaben zur digitalen Kompetenz, modernen Arbeits- und Projektmethoden und einer ganzheitlichen und nachhaltigen Beratung in einer Ausrichtung auf Kundenbedarfsfelder. Darauf aufbauend ermöglichen fünf Wahlqualifikationen eine Spezialisierung für spätere Tätigkeitsfelder. So können sich IT-affine Auszubildende künftig auch für Aufgaben an der Schnittstelle zwischen IT- und versicherungsfachlichem Bereich qualifizieren. Darüber hinaus wurde die Prüfungsstruktur verändert: Mit einer sogenannten "gestreckten Abschlussprüfung" werden alle schriftlichen Teilleistungen in die Abschlussnote einfließen.

Entstehung in Rekordzeit 
Der Bildungsverband betont, dass die neuen Vorgaben in der Rekordzeit von eineinhalb Jahren entwickelt wurden – noch dazu während der Corona-Pandemie! "Wir sind stolz, dass es uns gelang, außergewöhnlich viele Experten aus der Branche einzubeziehen und gemeinsam, so ein hochwertiges Ergebnis zu erzielen. Zeitweise haben rund 100 Bildungsverantwortliche mitgewirkt. Das ist eine Meisterleistung und unterstreicht die Bedeutung des Berufs für die Assekuranz", so Katharina Höhn, geschäftsführendes Vorstandsmitglied des BWV. (jb)