Die Deutschen legen wieder mehr für spätere Zeiten beiseite: Nachdem im ersten Corona-Jahr 2020 deutlich weniger Menschen für das Alter vorsorgen wollten oder konnten, zeichnete sich 2021 ein Trendwechsel ab. Das zeigt eine repräsentative Befragung im Auftrag des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA), die im Dezember unter rund 1.000 erwerbsfähigen Personen durchgeführt wurde. Demnach gaben 31 Prozent der Befragten an, zwar noch nicht ausreichend vorgesorgt zu haben, sich aber in den kommenden zwölf Monaten darum kümmern und weitere Rücklagen anlegen zu wollen. Das entspricht einem Anstieg gegenüber dem Vorjahr um sechs Prozentpunkte. 

"Nachdem in den Monaten kurz nach dem Ausbruch der Pandemie mit Lockdown, Kurzarbeit und Auftragseinbrüchen bei vielen Selbstständigen enorme Unsicherheit herrschte, unter der auch die Altersvorsorge litt, pegelte sich die Stimmung offenkundig wieder ein", sagt DIA-Sprecher Klaus Morgenstern. Möglicherweise deutet das darauf hin, dass die Krise das Bewusstsein der Menschen für Vorsorge geschärft haben könnte. (fp)