Die Hälfte der Menschen in Deutschland fühlt sich mit ihrem Versicherungsschutz trotz Corona ausreichend abgesichert. Aber: Anbieter und Vermittler müssen künftig digital leisten können, was sie bisher im Normalbetrieb erbringen. Denn die Kunden erwarten gerade in Krisenzeiten, dass Services und Betreuung professionell weiterlaufen. Das ergab eine repräsentative Umfrage des Marktforschungsinstituts Yougov unter rund 3.000 Personen im Auftrag der Canada Life.

Die Anforderungen der Kunden an Versicherungsvermittler sind der Umfrage zufolge eindeutig: Für die Hälfte der Befragten steht trotz der bestehenden Einschränkungen, was persönliche Kontake anbelangt, weiterhin eine professionelle Betreuung an erster Stelle (50%). Rund ein Drittel (34%) erwartet unaufgefordert Informationen über mögliche Auswirkungen der Krise auf die eigenen Verträge. 29 Prozent wünschen sich, dass der Vermittler digital erreichbar ist, etwa via Videokonferenz. 

Kundenwunsch: Versicherer soll digital erreichbar sein
An die Versicherer selbst stellen die Kunden ähnliche Ansprüche. Rund die Hälfte (47%) erwartet, dass der Versicherer in Zeiten einer Krise wie Corona trotz Einschränkungen weiterhin einen professionellen Service bietet. Zudem wünschen sich 42 Prozent Flexibilität, um Verträge bei finanziellen Engpässen anpassen zu können. Etwa ein Viertel (23%) setzt voraus, dass das Unternehmen digital erreichbar ist. Etwa ein Fünftel erwartet, dass es die Gesellschaften ungefragt Informationen über mögliche Krisen-Auswirkungen auf die Verträge geben.

"Versicherte sind in diesen turbulenten Zeiten verunsichert", kommentiert Markus Drews, Vorstandschef von Canada Life. "Anbieter sind gefordert, schnell und einfach zu unterstützen: Mit Informationen zu bestehenden Verträgen oder Absicherungslücken, aber auch mit flexiblen Optionen, um finanzielle Engpässe zu überbrücken!" 

Hälfte der Kunden fühlt sich ausreichend abgesichert
Weitere Ergebnisse der Umfrage: Die Hälfte der Menschen in Deutschland fühlt sich ausreichend für den Fall abgesichert, dass eine ähnliche Krise wie die Corona-Pandemie auftritt. Die Befragten konnten mehrere Antworten wählen und nehmen unterschiedliche Absicherungsdefizite wahr: 14 Prozent vermissen eine ausreichende Altersvorsorge, elf Prozent eine Absicherung gegen finanzielle Verluste, die durch Arbeitsausfälle, Betriebsunterbrechungen oder ausfallende Veranstaltungen entstehen. Zehn Prozent geben an, dass ihnen eine Absicherung gegen die finanziellen Folgen einer schweren Erkrankung fehlt oder eine andere Absicherung der Arbeitskraft. (jb)