FONDS professionell Deutschland, Ausgabe 1/2026

sich in den vergangenen Jahren regel- recht in teuren Qualitäts- und Wachs- tumsnischen verschanzt. Wir akzeptie- ren dagegen, phasenweise gegen den Strom zu schwimmen, wenn das Chan- FHQ 5LVLNR 3URljO VWLPPW Wie positionieren Sie Ihr Portfolio vor dem Hintergrunddernoch immerschwerkalku- lierbarenUS-Politik? Auf Europa lastet enormer Druck, seine Industriepolitik zu überdenken. Das gilt für die Verteidigungsindustrie ebenso wie für Autohersteller, Stahl- und Chemie- konzerne. In der Vergangenheit wurden heimische Industrien zum Teil hart regu- liert, während Importe mit geringeren &2Ȅ RGHU (6* $XijDJHQ LQ GHQ 0DUNW kamen. Das war auf Dauer nicht tragfä- hig. Jetzt steigt der politische Druck, diese 6FKLHijDJH ]X NRUULJLHUHQ 'DUDXV HQWVWH - hen Chancen in genau diesen Branchen. Wir investieren daher bevorzugt in euro- päische Unternehmen, die von einer Neu- JHZLFKWXQJ SURljWLHUHQ HWZD ZHLO VLH HLQH Schlüsselrolle für Versorgungssicherheit, Infrastruktur oder Verteidigung spielen. *OHLFK]HLWLJ KDOWHQ ZLU XQV EHL NODVVLVFKHQ Exportstorys mit hoher US-Abhängig- keit zurück, solange die handelspolitische Agenda der USA so unberechenbar ist. Führen eine aktivere deutsche Fiskalpolitik und EU-Infrastrukturprogramme zu einer nachhaltigenErholungeuropäischerAktien? Solche Programme können Katalysatoren VHLQ DEHU VLH VLQG QLH GHU DOOHLQLJH *UXQG für eine Erholung. Was wir sehen, ist eine zunehmend pragmatische Debatte darü- ber, dass Europa investieren muss, in Ver- teidigung, Energie, Digitalisierung und seine industrielle Basis. Wenn Worten tat- sächlich Taten folgen, entstehen planbare Auftragsvolumina für jene Unternehmen, GLH ZLU RKQHKLQ LQWHUHVVDQW ljQGHQ )ĞU Investoren wichtig ist dabei weniger die HLQ]HOQH 0DĕQDKPH DOV GLH .RPELQDWLRQ aus politischem Willen, regulatorischer 5HDOLWÌW XQG )LQDQ]LHUXQJ :HQQ GLHVHU Dreiklang stimmt, wird das für Teile des europäischen Aktienmarktes spürbaren Rückenwind bedeuten, aber nicht für alle. Wie kommen Sie konkret zu Ihrem Port- folio? Ist es ein rein fundamentaler Bottom- up-Ansatz oder spielen auch Top-down- ÜberlegungeneineRolle? $P$QIDQJ VWHKHQ LPPHU GLH 0HQVFKHQ Wenn man langfristig investiert und 6WRFNSLFNHU LVW PXVV PDQ GHQ 0DQDJH - mentteams vertrauen können, denen PDQ VHLQ *HOG DQYHUWUDXW :LU DQDO\VLH - ren deshalb sehr genau, ob wir dem Vor- VWDQG GHU &RUSRUDWH *RYHUQDQFH GHP Aufsichtsrat und den Kernaktionären vertrauen können. Das ist im Übrigen HLQHU GHU *UĞQGH GDIĞU GDVV ZLU VSH]LHOO Restrukturierungsgeschichten durchaus PĆJHQ *HPHLQW VLQG 8QWHUQHKPHQ GLH lange unterdurchschnittlich geführt wur- GHQ XQG EHL GHQHQ HLQ 0DQDJHPHQW PLW nachweislich starkem Track Record über- nimmt. Das ist aber nur der erste Schritt. Und imzweitenSchritt? 0ĞVVHQ ZLU GDV *HVFKÌIWVPRGHOO YHUVWH - hen und erkennen können, dass die Ren- dite auf das eingesetzte Kapital und das Umsatzwachstum steigen. Wir mögen » Wir waren bereit, Dinge zu meiden, die jahrelang als ›Pflichtpositionen‹ galten, und dafür in Bereiche zu investieren, die politisch unbequem, aber fundamental aussichtsreich sind. « Nicolas Walewski, Alken Asset Management fondsprofessionell.de 1/2026 215 FOTO: © CHRISTOPH HEMMERICH FÜR FONDS PROFESSIONELL

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