FONDS professionell Deutschland, Ausgabe 1/2026
marktes sind grundsätzlich sehr attraktiv. Vor dem Hintergrund eines schwachen makroökonomischen Umfelds präsentiert sich der Markt als wenig konjunkturab- hängig“, konstatieren die BNP-Analysten. An der Attraktivität der Immobilien selbst scheint es also nicht zu liegen, wenn in den letzten Jahren von einer Pleitewelle EHL 3ijHJHKHLPHQ GLH 5HGH ZDU 'HP SijLFKWHW -HQV 1DJHO EHL Ľ,P 9HUJOHLFK zu anderen Immobilien-Asset- klassen hat sich die stationäre 3ijHJH DOV VHKU VWDELOHV 6HJPHQW erwiesen“, sagt der Geschäfts- führer von Hemsö, einem %HVWDQGVKDOWHU YRQ 6R]LDOLP PRELOLHQ Ľ'LH 0LHWDXVIÌOOH die wir in dem Bereich in den letzten zwei, drei Jahren hat- ten, lagen bei lediglich drei Prozent pro Jahr.“ Betreiber Für die Zahlung der Mieten sind die jeweiligen Betreiber YHUDQWZRUWOLFK 'HQHQ PDFK - ten die Kostensteigerungen der vergangenen Jahre durchaus das Leben schwer, denn die Kostenträger GHU ĆȬHQWOLFKHQ +DQG 6R]LDOKLOIHWUÌJHU XQG 3ijHJHNDVVHQ NĆQQHQ KÌXljJ QLFKW LQ GHUVHOEHQ *HVFKZLQGLJNHLW UHljQDQ]LH - ren, in der die Kosten für die Betreiber VWHLJHQ Ľ'HU %HWULHE YRQ 3ijHJHKHLPHQ LVW HLQ 6HJPHQW PLW DXVJHVSURFKHQ QLHG - rigen Umsatzmargen von durchschnitt- lich zwei bis drei Prozent. Wenn bei einer Kostensteigerung beispielsweise für Wärme und Energie um acht Prozent der .RVWHQWUÌJHU QXU IĞQI 3UR]HQW UHljQDQ - ziert, dann entsteht schnell ein Engpass“, erklärt Nagel. Liana Frank, Geschäftsfüh- UHULQ GHV ,PPRELOLHQPDQDJHUV 76& 5HDO Estate, ergänzt, dass die Mehrkosten auch nicht einfach umgehend an die Heimbe- ZRKQHU ZHLWHUJHUHLFKW ZHUGHQ NĆQQHQ Ľ3ijHJHVÌW]H NĆQQHQ LQ GHU 5HJHO QXU einmal jährlich neu verhandelt werden. 'DKHU PĞVVHQ ,QYHVWRUHQ VHKU JHQDX hinschauen, welchen Betreibern sie ihre Immobilien anvertrauen.“ Insolvenzgründe Pascal Kleine, Geschäftsführer von 3HFXULD HLQHP9HUPLWWOHU YRQ 3ijHJHDSDUW - ments als Kapitalanlage, rückt die Größen- RUGQXQJHQ LQV 9HUKÌOWQLV Ľ%HL QÌKHUHU Betrachtung sieht man, dass es sich bei den meisten der Einrichtun- gen, die dauerhaft geschlos- sen bleiben, um nicht mehr zeitgemäße Objekte handelte mit Betreibern, die nur ein oder zwei Heime unterhiel- WHQ 'LH PHLVWHQ GHU 2EMHNWH die eine Insolvenz beantragt haben, wurden von anderen Gesellschaften übernommen XQG IRUWJHIĞKUW ĺ 6LHKH *UD - ljN QÌFKVWH 6HLWH 'HU %HWULHE YRQ 3ijHJHKHL - PHQ LQ 'HXWVFKODQG XQWHU - liegt der jeweiligen Gesetz- JHEXQJ GHU %XQGHVOÌQGHU 6R legen zumBeispiel die Landes- heimbauverordnungen fest, » Investoren müssen sehr genau hinschauen, welchen Betreibern sie ihre Immobilien anvertrauen. « Liana Frank, TSC Real Estate fondsprofessionell.de 1/2026 237 FOTO: © HEMSÖ GMBH, NILS HENDRIK MÜLLER | PARIBUS-GRUPPE Betreutes Wohnen legt zu Healthcare-Investments in Deutschland nach Assetklassen NebendemPflegeheimhaben sich indenvergangenen JahrenAlternativen etabliert, zumBeispiel betreutesWohnen. Quelle:BNPParibasRealEstate 0 200 400 600 800 1.000 Betreutes Wohnen Gesundheitsimmobilien Pflegeimmobilien Mio. Euro 2024 2025 888 712 300 346 186 104 Georg Reul, Paribus: „Die Übernahme der HKA war für uns eine gute Gelegenheit, den Eintritt in denMarkt nun zu vollziehen.“ Jens Nagel, Hemsö: „ImVergleich zu anderen Immobilien-Assetklassen hat sich die stationäre Pflege als sehr stabiles Segment erwiesen.“
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