FONDS professionell Deutschland, Ausgabe 1/2026

$XIJHJHEHQ KDW 3DWULDUFK GLH $XijDJH HLJH - ner Produkte aber nicht. „Wenn wir Mög- lichkeiten sehen, setzen wir diese um“, so der Patriarch-Chef. Der Startschuss für den Drittvertrieb ljHO DOV 3DWULDUFK IĞU GHQ $VVHW 0DQD - ger des italienischen Finanzkonzerns Mediolanum den Retailvertrieb der Gamax-Fonds übernahm, die der Gesell- schaft nach einer Übernahme zugefallen waren. „Mediolanum kannte den deut- schenMarkt nicht und kam auf uns zu. Es passte, die Gamax-Fonds ergänzten unsere selbst initiierten Produkte“, berichtet )LVFKHU (QGH EHNDP 3DWULDUFK GHQ Auftrag für den deutschen Retailvertrieb DOOHU 0HGLRODQXP )RQGV VRZLH GHV Police Mediolanum Life Plan übertragen. Vertrieb von Boutiquenfonds Mittlerweile vertreibt Fischers Team außerdemneun Boutiquenfonds. Es könn- ten mehr sein: „Wir bekommen im Jahr PLQGHVWHQV $QIUDJHQ YRQ *HVHOOVFKDI - ten, deren Vertrieb oder Marketing wir übernehmen sollen. Davon beantworten wir vielleicht eine positiv“, so Fischer. Denn zuerst sei ein gründlicher Check erforderlich. „Wir prüfen die Qualität der Fonds. Zudem muss die ‚Story‘ hinter dem Portfolio oder dem Manager stim- men, denn nur so bestehen Chancen auf Erfolg bei Vermittlern“, erklärt Fischer. Passt alles, gehen er und seine beiden Vertriebskollegen Dirk Lehner und Mar- tin Evers auf freie Vermittler, Pools und Vermögensverwalter zu. Institutionelle Anleger sprechen sie nicht gezielt an. „Wir alle haben aus unseren vorherigen Stationen ein großes Netzwerk im Markt der freien Berater“, sagt Fischer. Das Trio knüpft außerdem immer neue Kontakte. Patriarch ist langjähriger Aussteller auf dem FONDS professionell KONGRESS – und lädt am Vorabend des Kongresses zu einer eigenen Veranstaltung, die von interessierten Beratern gut besucht wird. Hinzu kommen weitere Live-Events sowie Marketing über Webinare, Social Media und klassische PR. Das Konzept mit eigenen Investment- produkten und Drittfonds, die sich nicht ĽNDQQLEDOLVLHUHQĺ GĞUIHQ JHKW RȬHQEDU DXI 'LH =XijĞVVH LQ GLH )RQGV EH]LȬHUW Fischer auf einen mittleren bis höheren zweistelligen Millionenbereich im Jahr, LQ GLH )RQGVSROLFHQ ijLHĕHQ UHJHOPÌĕLJ NQDSS 0LOOLRQHQ (XUR SHU DQQXP „Wir stoßen Vermittler auf Lösungen, die sie selbst noch nicht entdeckt haben und die einen Mehrwert zu ihren bisherigen Produkten liefern“, beschreibt Fischer das Vorgehen. Hinzu kommt, dass man den Vermittlern beratend zur Seite steht. „Wir sind oft Ratgeber für schwierige Kunden- problemstellungen bis hin zu handgefer- tigten individuellen Produktlösungen.“ Fondsboutiquen-Consulting Das spannt den Bogen zum dritten Standbein der Gesellschaft, der Beratung von Fondsinitiatoren: „Durch unsere eige- QHQ (UIDKUXQJHQ PLW GHU $XijDJH YRQ )RQGV VHLW DXFK IĞU 'ULWWH NRPPHQ immer wieder Branchenkollegen mit der Bitte umHilfe bei diesem Thema auf uns zu.“ Fischer betont zwar, dass es sich um einen kleinen Bereich handelt, aber ein paarmal im Jahr kommt es schon vor, dass sein Team Initiatoren bei der Wahl des Fondsdomizils, der Service-Kapitalver- waltungsgesellschaft und der Zusammen- arbeit mit den Depotbanken unterstützt. JENS BREDENBALS FP Wem gehört die Patriarch Multi-Manager? Patriarch Multi-Manager wurde2004gegrün- det und war Teil des Asset Managers Altira, der mehrheitlich der Angermayer, Brumm & Lange Group (ABL) gehörte. 2013, nach Zer- schlagung der ABL-Gruppe, ging Altira mehr- heitlich, aber mittelbar an den Investor Bernd Förtsch, den Herausgeber des Anlegerma- gazins „Der Aktionär“. Altira wurde 2014/2015 in Finlab AG umbenannt. 2023 wurde Fin- lab mit der Beteiligungsgesellschaft Heliad, die zur Firmengruppe gehörte, verschmolzen und in Heliad umbenannt. Diese ist aktuell die Muttergesellschaft der Patriarch. Förtsch hält dieMehrheit der Heliad-Aktien. 330 fondsprofessionell.de 1/2026 VERTRIEB & PRAXIS Patriarch Multi-Manager FOTO: © PATRIARCH MULTI-MANAGER Auf demFONDS professionell KONGRESS imJanuar kames amStand der PatriarchMulti-Manager zu einem Stelldicheinmit Vertretern des PartnersMediolanum (v.l.n.r.): Patriarch-Geschäftsführer Dirk Fischer , Cor Dücker (Mediolanum), Martin Evers (Patriarch), Cian Gough (Mediolanum) und Uwe Lampe (Patriarch).

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