FONDS professionell Deutschland, Ausgabe 1/2026

Der Wettbewerb ist intensiver geworden, das stimmt. Wir setzen weiter auf per- sönliche Nähe und sind mit unseren 18 Filialen regional gut verankert. Zudem besitzen wir eine besondere Expertise im Umgang mit Fragestellungen, die steuer- lich, rechtlich und wirtschaftlich ver- knüpfte Expertise erfordern, etwa bei der Gründung von und im Umgang mit Stif- tungen. Wir setzen zudem nicht auf Call- center, jeder Kunde kann seinen Berater direkt am Telefon erreichen. Auch unsere Hauptversammlung wird nach wie vor in Präsenz durchgeführt. Was ich enorm zu schätzen weiß und was eine echte Stärke GHU %DQN LVW 8QVHU ,QVWLWXW ZHLVW ijDFKH Hierarchien auf. Die wichtigen Entschei- GXQJHQ ZHUGHQ GLUHNW LQ (VVHQ JHWURȬHQ Die Gefahr, dass Entscheidungen außer- halb Deutschlands oder von Managern gefällt werden, die nicht so stark auf das Private Banking fokussiert sind, gibt es nicht. WiewollenSiewachsen:durchorganisches Wachstum oder durch Übernahmen? Man- cheMitbewerberakquirierenganzeTeams, umneueKundenzugewinnen. Wir setzen klar auf organisches Wachs- tum. Die Übernahme ganzer Teams kann kurzfristig Volumen bringen, birgt aber Risiken für Kultur und Betreuungs- kontinuität. Wenn ich auf andere Ban- ken blicke, die dies praktizieren, sehe ich, dass solche Teams oftmals auch wieder als Ganzes gehen. Unser Anspruch ist es, Kundenbeziehungen über viele Jahre hin- weg stabil zu begleiten. Sie erwähnten Ihre Stiftungsexpertise. Stif- tungen sind rechtlich anspruchsvoll und organisatorisch aufwendig. Warum sollten Stifter geradezu IhrerBankkommen? Wir haben früh erkannt, dass viele unse- rer mittelständischen Kunden und Unter- nehmerfamilien nicht nur Vermögen sichern, sondern auch gesellschaftliche Verantwortung dauerhaft strukturieren möchten. Daraus ist bei uns eine umfas- sende Stiftungskompetenz entstanden – von der Konzeption bis zur langfristigen Begleitung. Wir beraten bei der Errich- tung eigenständiger Stiftungen ebenso wie bei Treuhandstiftungen unter dem Dach der Ruhrstiftung Bildung und Erzie- hung. Gerade Treuhandstiftungen ermög- lichen es Stiftern, ihre Zwecke rechtssicher umzusetzen, ohne eigene Gremien etablie- ren und administrativen Aufwand tragen zu müssen. Mit der Mehr-Wert-Stiftung haben wir darüber hinaus einen Rahmen JHVFKDȬHQ GHU GHQ =XJDQJ ]XU SURIHV - sionellen Infrastruktur deutlich nieder- schwelliger gestaltet – auch im Hinblick auf das einzubringende Kapital. Bei der Sicherung des Stiftungsvermögens brin- gen wir unsere Asset-Management-Kern- kompetenz ein. Substanzerhalt, Risikodi- YHUVLljNDWLRQ XQG SODQEDUH (UWUÌJH VWHKHQ im Mittelpunkt – im Einklang mit dem jeweiligen Stiftungszweck und den regu- latorischen Vorgaben. Als National-Bank sind wir zudem Gründungsstifter der Stiftung Klavier-Festival Ruhr sowie der eigenen National-Bank Stiftung. SiebieteneinsogenanntesNießbrauchdepot an. Was versteht man genau darunter, und wiekommt esbei denKundenan? Ein Nießbrauchdepot ermöglicht, Wert- papiervermögen auf die nächste Genera- tion zu übertragen, ohne die laufenden Erträge – also Zinsen, Dividenden und Ausschüttungen – abzugeben. Juristisches Eigentum und wirtschaftlicher Nutzen werden also bewusst voneinander getrennt. Eine Nießbrauchstruktur, die auch für die Übertragung von Immobi- lien mit Nießbrauchrecht gilt, hat erheb- liche steuerliche Vorteile: In Abhängigkeit der Lebenserwartung des Schenkenden reduziert sich die Bemessungsgrundlage der Schenkung. So kann die Erbschaft- beziehungsweise Schenkungsteuerlast durch Übertragung zu Lebzeiten auf die Erbengeneration reduziert werden. » Wir besitzen eine besondere Expertise im Umgang mit Kunstvermögen. « Sebastian Kuhlmann, National-Bank BANK & FONDS Sebastian Kuhlmann | National-Bank 392 fondsprofessionell.de 1/2026 FOTO: © CORNELIS GOLLHARDT FÜR FONDS PROFESSIONELL

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