SACHWERTE SPEZIAL, Sonderausgabe 2026

PARTNER-PORTRÄT I m Sommer 2025 brachte das Bundesminis­ terium der Finanzen mit den Referentenent­ würfen für das Fondsrisikobegrenzungsgesetz (FRiG) und das Standortfördergesetz (StoFöG) zwei zentrale Gesetzesvorhaben für die Fonds- undFinanzindustrie auf denWeg. BeideGesetze sind mittlerweile in Kraft: das StoFöG seit dem 10. Februar 2026, das FRiG seit dem16. April. Die Regelwerke sind eng miteinander ver­ zahnt, setzen aber unterschiedliche Schwer­ punkte. Während das StoFöG primär steuer­ liche und teilweise regulatorische Anreize zur Stärkung des Fondsstandorts Deutschland schafft, dient das FRiG vor allem der Umset­ zung europarechtlicher Vorgaben, insbesondere der Richtlinien (EU) 2024/927 (AIFMD II) und (EU) 2024/2994. Daneben enthält das FRiG auch rein nationale Anpassungen des Kapitalanlagege­ setzbuchs (KAGB). Neuerungen für Kreditfonds Inhaltlich knüpft das FRiG an den bereits im Herbst 2024 vorgelegten Entwurf eines Fonds­ marktstärkungsgesetzes an, der infolge des Zerbrechens der Ampel-Koalition nicht mehr verabschiedet wurde. Mit der nahezu Eins-zu- eins-Umsetzung der AIFMD II werden Wett­ bewerbsnachteile für deutsche Fondsverwal­ ter vermieden. Besonders relevant sind die Neuerungen für Kreditfonds, die zwar seit 2016 zulässig, bislang aber aufgrund stren­ ger aufsichts- und steuerrechtlicher Vorgaben praktisch kaum genutzt wurden. Das StoFöG hat bereits steuerliche Wettbewerbsfähigkeit hergestellt; das FRiG flankiert dies nun auf­ sichtsrechtlich. Zentrales Element des FRiG sind zudem neue Anforderungen an Liquiditätsmanagementin­ strumente (LMTs). § 30aKAGBverpflichtet Kapi­ talverwaltungsgesellschaften, für jedes Invest­ mentvermögen mindestens zwei geeignete LMTs vorzusehen; bei Geldmarktfonds genügt eines. Für Publikumsfonds und Spezial-AIFs ist diese Verpflichtung neu. Die zulässigen LMTs ergeben sich aus den einschlägigen Anhängen der OGAW- und AIFM-Richtlinien und umfassen u. a. Rücknahmebeschränkungen, SwingPricing und Sachauskehr. Die KVG muss hierzu geeig­ nete Strategien festlegen und die LMTs in den Fondsbedingungen verankern. Offene Investment AG Darüber hinaus setzt das FRiG weitere europa­ rechtliche Vorgaben um – etwa zu Auslagerun­ gen, Rücknahmen, Sachauskehr undAbspaltun­ gen illiquider Vermögensgegenstände – sowie nationale Änderungen wie die Erweiterung der Produktpalette. So entfällt § 91 Abs. 3KAGB, wodurch offene Immobilien- und Infrastruktur­ fonds auch in der Rechtsform der offenen Investment-AG möglich werden, wenngleich die praktische Relevanz fraglich sein wird. Anders zu beurteilen ist das beim geschlos­ senen Sondervermögen, das künftig auch für geschlossene Publikums-AIFs – und damit perspektivisch für ELTIFs – zur Verfügung steht. Insgesamt setzt das FRiG fort, was mit dem StoFöG begonnen wurde: Die aufsichtsrecht­ lichen Rahmenbedingungen machen den Fondsstandort Deutschland international wett­ bewerbsfähiger. Für Private-Market-Fonds ist der gesetzgeberische Doppelpack daher ein positives Signal. Doppelwumms für deutsche Fonds Seit April entfaltet das FRiG seineWirkung. Gemeinsammit demamJahresanfang bereits verabschiedeten StoFöGmacht es den deutschen Fondsstandort konkur­ renzfähig. Daszahlesich insbesonderebei Private-Market-Fondsaus, erklärtRobert Guzialowski, Leiter BusinessDevelopment Real Assets bei der HANSAINVEST. Kontakt HANSAINVEST Hanseatische Investment-GmbH Kapstadtring 8, 22297 Hamburg, Germany Besucheradresse: Überseering 10a, 22297 Hamburg Tel.: +49/69/15 34 00 82-6 E-Mail: robert.guzialowski@hansainvest.de Internet: hansainvest.de Firmenporträt Die Kapitalverwaltungsgesellschaft HANSAINVEST Hanseatische Investment-GmbH wurde 1969 gegrün- det und ist Teil der SIGNAL IDUNA Gruppe. Als unab- hängige Service-KVG und institutionelle Master-KVG für Real und Financial Assets erbringt die Hamburger Gesellschaft vielfältige Dienstleistungen rund um die Administration von liquiden und illiquiden Assetklas- sen. Der Hauptsitz befindet sich in Hamburg, zudem ist das Unternehmen mit einer Niederlassung in Frankfurt am Main präsent. Über ein Tochterunter- nehmen ist die HANSAINVEST auch in Luxemburg vertreten. Aktuell werden von rund 400 Mitarbeiten- den mehr als 540 Publikums- und Spezialfonds mit einem Bruttofondsvermögen von über 68 Milliarden Euro administriert Stand der Daten: 13.4.2026 Robert Guzialowski Leiter Business Development Real Assets bei der HANSAINVEST FRIG FOLGT AUF STOFÖG ANZEIGE FOTO: © HANSAINVEST

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