FONDS professionell Deutschland, Ausgabe 2/2026
zu bekämpfen. Das wissen die Notenban- ker. Aber sie sind gebrannte Kinder. Nach &RYLG KDEHQ VLH DXI WUDQVLWRULVFKH ,QijD - tion gesetzt. Und sie lagen im Grundsatz QLFKW IDOVFK ELV GDQQ GHU UXVVLVFKH $QJULȬ auf die Ukraine als zweiter Schock oben- drauf kam. Für diese vermeintliche Fehl- einschätzung wurden sie massiv kritisiert. Und diesen Vorwurf wollen sie nicht noch einmal riskieren. Hinzu kommt: Von den LQijDWRULVFKHQ (ȬHNWHQ DXV &RYLG XQG Ukraine sind wir noch gar nicht komplett heruntergekommen. Wenn Gewerkschaf- ten jetzt acht Prozent und mehr fordern, VDJW GLH (=% /LHEHU MHW]W GDV 5LVLNR HLQHV restriktiven Schritts eingehen und später korrigieren, als erneut hinter der Kurve ]X VHLQ :HQQ VLFK GLH (QHUJLHSUHLVH LQ den nächsten Wochen nicht deutlich ent- spannen, rechne ich im Juni mit einer =LQVHUKĆKXQJ Sie nennen es bizarr, dass die Fed mögli- che Zinssenkungen mit KI-Produktivitäts- gewinnen begründet. Geldpolitik oder poli- tischopportuneStory? /HW]WHUHV ]LHPOLFK HLQGHXWLJ 'RQDOG Trump versteht als ehemaliger Immo- bilientycoon sehr genau, was niedrige =LQVHQ EHGHXWHQ ELOOLJHUH .UHGLWH PHKU Gewinn für seine Freunde. Deshalb will HU HLQHQ 86 /HLW]LQV YRQ HLQHP 3UR]HQW YĆOOLJ ORVJHOĆVW YRQ ĆNRQRPLVFKHQ (UZÌ - gungen. Und sein künftiger Fed-Chef .HYLQ:DUVK EUDXFKW HLQH (U]ÌKOXQJ XP nicht von der Ökonomenzunft in den %RGHQ JHUDPPW ]X ZHUGHQ 'LH ljQGHW HU in der KI: Amerika investiert 650 Milliar- den Dollar im Jahr allein über die Hyper- scaler. Das rechtfertigt man politisch nur, wenn man auf massive Produktivitäts- JHZLQQH VHW]W 'DVV GLH 86 5HJLHUXQJ gleichzeitig eine enge Nähe zu einigen 7HFK %DURQHQ SijHJW PDFKW GDV 1DUUDWLY noch bequemer. Aber es gab vier Gegenstimmen im Fed- Gremium, so viele wie noch nie seit 1992. EinWarnsignal? -D GDV LVW HLQ NODUHV =HLFKHQ IĞU GLH 6SDO - WXQJ LP (QWVFKHLGXQJVJUHPLXP :DUVK hat selbst kein Hehl daraus gemacht, die Fed reformieren zu wollen. Aber wenn man mit Ökonomen spricht, die ihn per- VĆQOLFK NHQQHQ XQG VHLQH =HLW EHL GHU )HG beobachtet haben, klingt das nicht so, als ob er das alles aus tiefer Überzeugung getan hätte oder als ob er in der intellek- tuellen Tiefe wirklich durchdrungen hat, was er da postuliert. WieunterscheidenSieKI alsechtenmakro- ökonomischen Gamechanger von KI als Börsennarrativ? Die Antwort heißt: Statistik. Wir werden HV LQ GHQ 'DWHQ VHKHQ ,P 0RPHQW NĆQ - nen noch nicht einmal diejenigen, die künstliche Intelligenz entwickeln – Sam $OWPDQ RGHU DQGHUH GLH /DUJH /DQJXDJH Models trainieren –, wirklich sagen, wo die Produktivitätssteigerungen konkret entstehen. Was sind die Use Cases, wo ist die Adaption? Interessanterweise kom- men manche Analysen zum Schluss, dass die großen Anwendungsfälle gar nicht zwingend in Amerika liegen müssen, VRQGHUQ PĆJOLFKHUZHLVH HKHU LQ $VLHQ RGHU (XURSD ,FK ZHLĕ QRFK ZDV ZLU LP -DKU ĞEHU HLQHQ JHZLVVHQ -HȬ %H]RV JHODFKW KDEHQ GHU RQOLQH %ĞFKHU YHUNDX - fen wollte. Andere Ideen von damals sind spurlos im Sande verlaufen. Wir wissen bei Technologiesprüngen am Anfang nie, RE ZLU HV PLW +RȬQXQJ RGHU 5HDOLWÌW ]X WXQ KDEHQ 8QG ZHQQ HV 5HDOLWÌW ZLUG wissen wir nicht, wo. Ich halte es deshalb mit dem Prinzip: I believe it when I see it. Sie sprechen von einer Erosion des Dollar- Vertrauens und empfehlen, US-Gewichte zu reduzieren. VieleKollegensagen: TINA! Für den Moment stimmt es noch, dass es keine Alternative zum Dollar gibt. Der Dollar ist nicht deshalb gestiegen, weil » Im Moment können nicht einmal diejenigen, die künstliche Intelligenz entwickeln, wirklich sagen, wo Produktivi- tätssteigerungen konkret entstehen. « Martin Lück, Franklin Templeton MARKT & STRATEGIE Martin Lück | Franklin Templeton 132 fondsprofessionell.de 2/2026 FOTO: © CHRISTOPH HEMMERICH FÜR FONDS PROFESSIONELL
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