FONDS professionell Deutschland, Ausgabe 2/2026

PARTNER-PORTRÄT Herr Wagner, ob Handelskriege oder Nah- ostkonflikt: Wie sehr beeinflusst die politi- sche „Großwetterlage“ Ihre Investmentent- scheidungen? Wir beobachten natürlich die Entwicklung, da Energiepreise und Lieferkettenstress auch unsere Unternehmen treffen können. Aber unsere Investmentstrategie basiert auf der Geschäftsmodellanalyse, nicht auf politischen Szenarien oder einem makroökonomischen Weltbild. Weil wir die Rahmenbedingungen nicht beeinflussen können, fokussieren wir uns auf das, was unternehmerisch entscheidend ist: robusteGeschäftsmodelle, die auchunterwidri- genBedingungenprofitabel wachsen. Wir betei- ligen uns langfristig an Firmen und passen das Portfolio nicht ständig an die Nachrichtenlage an. Aktionismus kostet auf Dauermehr Rendite, als er bringt. Kurz: Wir lesen lieber dieBilanz als imKaffeesatz. Dennoch haben Faktoren wie der hohe Ölpreis reale wirtschaftliche Folgen. Blen- den Sie das in Ihrer Analyse aus? Natürlich haben Rohstoff- und Energiepreise oder Währungen reale Auswirkungen auf Kon- sumenten wie auf Unternehmen. Genau des- halb ist für unsere Investmentanalyse entschei- dend, wiegut einGeschäftsmodell etwamit stei- genden Rohstoffpreisen umgehen kann. Hinzu kommt: Viele unserer Beteiligungen sind ver- gleichsweise wenig energieintensiv, etwa Soft- ware- oder Plattformunternehmen. Dort spielt der Ölpreis für die Profitabilität eine deutlich geringere Rolle als zumBeispiel in der Industrie oder in der Luftfahrt. Wir suchen die „Lang- weiler“, die unabhängig von Konjunktur- oder Politikzyklen verlässlich liefern. Die Rüstungsindustrie steht stark im Fokus. Sie meiden diese Firmen trotz Zeitenwende und Rüstungsboom? Der Rüstungsboom ist kein Anlass, unsere No-Go-Grundsätze zu ändern. Wir bewerten die ökonomische Qualität und die „Burggrä- ben“ eines Unternehmens. Rüstungsfirmen wachsen zwar aktuell rasant beim Umsatz, aber ihre Geschäftsmodelle sind und blei- ben strukturell schwach: Sie sind kapitalinten- siv, politisch abhängig und chronisch margen- schwach. Solche Firmen passen nicht zu unse- remAnsatz. Neben der Geopolitik dominiert die KI die Märkte. Bei Werten wie Adobe fürchtet die Börse, dass KI den Burggraben eher zuschüttet als schützt. Wie bewerten Sie das Disruptionspotenzial durch KI? Auch bei KI gilt für uns: Wir schauen nicht auf die Technologie allein, sondern auf die wirt- schaftliche Logik dahinter. Bei Adobe sehen wir, dass sich das organische Wachstum trotz des beliebten Narrativs „KI frisst Software“ durch KI beschleunigt. KI ist dort bereits einWachstums- treiber. Und Apple beweist, dass man bei KI nicht der Erste sein muss, es reicht, der Beste zuwerden. Apple integriert KI-Lösungen in sein eigenes Ökosystem von 2,5 Milliarden Geräten undmonetarisiert sie dort. Nicht als First Mover, sondern über passgenaue Anwendungen. Wir lesen lieber in Bilanzen als im Kaffeesatz Irankriegundhoher Ölpreis bewegendieMärkte, KI krempelt ganzeBranchenum. Warum kurzfristige Marktverwerfungen keine Basis für langfristige Investments sind und was entscheidender ist, erläutert Fondsmanager Dominikus Wagner im Interview. Disclaimer: DiesesDokumentdientalsWerbemitteilung.MitdiesemDokumentwirdkeinAngebotzumVerkauf,KaufoderzurZeichnungvonWertpapierenodersonstigenTitelnunter- breitet.Dieenthaltenen InformationenundEinschätzungenstellenkeineAnlageberatungodersonstigeEmpfehlungdar.DievollständigenAngabendesFondssinddemVerkaufspro- spektsowiederSatzungoderdemVerwaltungsreglementoderdenVertragsbedingungen,ergänztdurchden jeweiligenletztengeprüftenJahresberichtundden jeweiligenHalbjahres- bericht, fallseinsolcher jüngerenDatumsalsder letzteJahresberichtvorliegt,zuentnehmen.DieseUnterlagenstellendiealleinverbindlicheGrundlageeinesKaufsdar.Diegenann- tenUnterlagensowiedieWesentlichenAnlegerinformationen(KID)erhaltenSiekostenlos indeutscherSprachebeider jeweiligenVerwaltungsgesellschaft/Kapitalverwaltungsgesell- schaftoderVerwahrstellesowievonden jeweiligenVertretern indenLändern.WertentwicklungenderVergangenheitbietenkeineGewähr fürzukünftigeEntwicklungen.DerWertder Anteilekannschwankenundwirdnichtgarantiert.Stand:31.3.2026. Kontakt Wagner & Florack AG Mildred-Scheel-Straße 1 53175 Bonn Tel.: +49/228/945 95 86-0 E-Mail: schumann@unternehmerfonds.de Internet: unternehmerfonds.de Fondsdaten Wagner & Florack Unternehmerfonds flex ISIN/WKN P-Tranche: DE000A2P23L3/A2P23L ISIN/WKN C-Tranche: DE000A2P23M1/A2P23M Morningstar: * * * (C-Tranche) Berücksichtigung ESG: ja Fondsvolumen: 64,3 Mio. Euro Stand: 31.3.2026 Firmenporträt DieWagner & Florack AG ist eine bankenunabhängige und inhabergeführte Investmentboutique mit Sitz in Bonn und Köln. Oberstes Gebot der Anlagepolitik ist die langfristige Wahrung und Mehrung des Kapitals der Investoren. Hierzu investiert Wagner & Florack langfristig und mit unternehmerischer Sichtweise in höchste „Qualität“. Basis des Handelns ist die eigene tiefe und unternehmerische Analyse von Unterneh- men. Wagner & Florack ist dabei frei von Interessen Dritter, und die handelnden Personen sind selbst im Wagner & Florack Unternehmerfonds investiert. Somit besteht Interessengleichheit mit den Investoren. Dominikus Wagner Fondsmanager Dr. Dirk Schmitt Fondsmanager FONDSPORTRÄT: WAGNER & FLORACK UNTERNEHMERFONDS FLEX ANZEIGE FOTO: © WAGNER & FLORACK AG

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