FONDS professionell Deutschland, Ausgabe 2/2026
systemmit viel Expertenwissen. Am Ende läuft es darauf hinaus, dass man als Anbie- ter seine langfristigen Ambitionen unter- streicht und verlässlich dabei bleibt. Wir schreiten entschlossen voran und zeigen unseren Kunden, dass wir sie mit aller Kraft unterstützen und die Werkzeuge bereitstellen, die sie benötigen. Eine Entwicklung bei ETFs sind aktiveStra- tegien.ErweisensichdiesealsRettungsring für aktivesManagement? Weltweit gesehen liegen rund zehn Pro- zent des in ETFs verwalteten Vermögens in aktiv gemanagten Strategien. Der Groß- teil davon entfällt auf die USA. Generell greifen immer mehr Investoren auf ETFs zurück. Daher werden auch aktive ETFs stark und schnell wachsen. Für Europa bin ich etwas zurückhaltender gestimmt, da sich das Umfeld von den USA unter- scheidet. Aber auch hier sehen wir ein wachsendes Interesse an dem Produkt. Mir begegnen allerdings keine Anleger, die morgens aufwachen und sagen: Heute kaufe ich einen aktiven ETF! Sie wün- schen sich vielmehr Lösungen für ihre Anlageziele. Dabei spielen aktive ETFs sicher eine immer größere Rolle. Ich beob- achte aber schon die nächste Entwicklung. Undzwar? Die erste Welle der Innovation waren pas- sive ETFs. Zur zweiten Welle zähle ich aktive Strategien. Die dritte Welle bilden Investmentansätze, die ein vorab festge- legtes Ergebnis abliefern, sogenannte 'HljQHG 2XWFRPH RGHU %XȬHU 6WUDWHJLHQ Unser Haus hat mit Innovator Capital Management den größten Anbieter von 'HljQHG 2XWFRPH (7)V ĞEHUQRPPHQ DieseAnsätzesindallerdingsnichtneu.Hier- zulande etwawerden sie schon lange über Anlagezertifikateabgedeckt. Das Konzept ist sicher nicht neu, aber die Kombination aus einem ETF und diesen 6WUDWHJLHQ VWHOOW HLQH ,QQRYDWLRQ GDU %DWWH - rien und Autos gelten auch nicht als neue (UljQGXQJHQ EHLGHV ]XVDPPHQ LVW DEHU innovativ. Auf welche weiteren Neuerungen müssen AssetManagersetzen,umindemsichwan- delndenUmfeldbestehenzukönnen? Um im Jahr 2026 zu den hervorragen- den Asset Managern zu zählen, benötigt man drei Dinge: erstens eine erstklassige Technologie, zweitens einzigartige Daten- sätze und drittens talentierte Menschen. Diese drei Punkte bedingen einander. Die Technologie ermöglicht die Analyse von Daten durch fähige Köpfe. Das läuft auf eine mathematische Gleichung hinaus: Wenn man Technologie mit Daten multi- pliziert und dies exzellenten Mitarbeitern vorlegt, dann erzielen diese herausragende Ergebnisse. EinewachsendeRollespieltkünstlicheIntel- ligenz. Wie viele Menschen braucht es in IhrerGleichungkünftignoch? Unser Haus hat bereits viele gute Anwen- dungsfälle für künstliche Intelligenz gefunden. Dabei haben wir festgestellt, dass wir die Produktivität unserer Mit- arbeiter steigern. Aufgaben, die früher ein wochenlanges Hin und Her per E-Mail nach sich gezogen haben, lassen sich heute in ein paar Stunden abwickeln. Ein Sprachmodell liefert einfach die benötig- ten Informationen. Die Mitarbeiter ver- leihen dem Ergebnis noch eine gesunde Prise Menschenverstand und Kontext. Wenn man also klugen Menschen eine bessere Technologie an die Hand gibt, dann steigert das die Produktivität. Wir ersetzen daher keine Mitarbeiter, sondern stärken sie vielmehr. Braucht esüberhaupt nochVermögensver- walter, wenn künstliche Intelligenz in der ZukunftalleindiePortfolioszusammenstellt? Meiner Erfahrung nach geht es in der %UDQFKH OHW]WOLFK GDUXP $QOHJHUQ GDEHL ]X KHOIHQ LKUH ljQDQ]LHOOHQ =LHOH ]X » Einen ETF auf den Markt zu bringen, ist sehr ein- fach, ihn zum Erfolg zu führen, ist sehr schwer. « Bryon Lake, Goldman Sachs AM VERTRIEB & PRAXIS Bryon Lake | Goldman Sachs Asset Management 336 fondsprofessionell.de 2/2026 FOTO: © JOSE POBLETE FÜR FONDS PROFESSIONELL
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