FONDS professionell Deutschland, Ausgabe 2/2026
zeichnet zudem einen Multi-Asset-Mana- ger aus, der wirklich alle Anlageklassen bedienen kann. Ich möchte zudem beto- nen, dass die verschiedenen alternativen Investments in einem Gesamtportfolio unterschiedlichen Zielen dienen: Mal ist es die Rendite, mal der regelmäßige (UWUDJ PDO GLH 'LYHUVLljNDWLRQ GLH PHKU zum Tragen kommt. Daher ist es wichtig, auf Experten zurückzugreifen, die wissen, wie man diese Elemente sinnvoll mitein- ander kombiniert. SieerwähntendenTrendzuETFs.Wiegehen Siedamit um? Der ETF ist zunehmend das Format, mit dem Anleger Zugang zu börsennotierten Wertpapieren erlangen wollen. Dieser Trend manifestiert sich in den USA, in Europa – ja in nahezu jedem Land rund um die Welt. Der ETF-Mantel bringt Transparenz, Liquidität und Flexibili- tät mit sich und erlaubt es Anlegern, ihr 3RUWIROLR Hȯ]LHQWHU ]XVDPPHQ]XVWHOOHQ Daher investieren wir massiv in unser ETF-Geschäft. Kannibalisieren Sie mit dem Ausbau der ETFs nicht die herkömmlichen Publikums- fonds IhresHauses? Da sehe ich eine Parallele zur Musik. Eine Band kann grandiose Lieder spielen, aber wenn sie diese nur auf Schallplatten verkauft, werden das allenfalls ein paar Liebhaber hören. Laden die Künstler ihre Songs hingegen in ein Streaming-Portal hoch, erreichen sie viel mehr Menschen. Genauso verhält es sich in der Investment- welt. ETFs sind das Format, das in jedes Portfolio passt. Wir liefern den Invest- mentmotor und bauen ihn in die Karos- serie ein, die sich die Anleger wünschen. AberdieFondsbrancheringtmitsteigenden KostenundeinemPreisverfall,derauchvon ETFs ausgeht. Diese Gemengelage mün- det in einem Margendruck. Wenn Sie nun den Investmentmotor einfach in eine ETF- Karosserieschrauben,könnenSieauchnur einenniedrigerenPreisverlangen. Nur selten im Leben ist das Billigste auch das Beste. Sie haben gerade ein iPad und ein iPhone vor sich liegen – obwohl es bil- ligere Tablets und Handys gibt. Die Apple- Produkte sprechen Sie also an. Genauso prüfen wir, welchenMehrwert wir bieten, und stellen sicher, dass wir dafür einen fairen Preis verlangen. Ein weiterer Punkt ist: Vielen Asset Managern fällt es schwer, das nötige Volumen zu erlangen, um LP JURĕHQ 6WLO 6NDOHQHȬHNWH ]X HU]LHOHQ 'RFK JHUDGH GLHVH (ȬHNWH EUDXFKW PDQ um in die eigene Investmentexpertise investieren zu können. Uns gelingt das, und wir geben diese Größenvorteile auch an die Kunden weiter. Immer mehr Servicegesellschaften treten auf den Markt und eröffnen den Zugang zu Skaleneffekten – auch bei ETFs. Damit ver- helfen sie auchmittlerenund sogar kleinen AnbieternzudiesemVolumenvorteil. Einen ETF auf den Markt zu bringen, ist sehr einfach, einen ETF zum Erfolg zu führen, ist sehr schwer. Wenn man sich die Landschaft anschaut, dann sieht man, welche Anbieter hier tatsächlich Fuß gefasst haben. Ein Einstieg in dieses Geschäft erfordert ein ausgefeiltes Öko- » Eine Band kann grandiose Lieder spielen, aber wenn sie diese nur auf Schallplatten verkauft, werden das allenfalls ein paar Liebhaber hören. Genauso verhält es sich in der Investmentwelt. « Bryon Lake, Goldman Sachs AM fondsprofessionell.de 2/2026 335 FOTO: © JOSE POBLETE FÜR FONDS PROFESSIONELL
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