FONDS professionell Deutschland, Ausgabe 2/2026
befragten Berater derzeit einen sehr nied- rigen oder eher niedrigen Stellenwert. Lediglich 22 Prozent der Umfrageteil- nehmer messen diesem Aspekt eine hohe oder eher hohe Bedeutung bei (siehe Gra- ljN YRULJH 6HLWH „Bei ihren Kunden erkennen die Befrag- ten nur noch wenig Interesse an nachhal- WLJHQ ,QYHVWPHQWVĺ VDJW &KULVWLDQ .OHLQ Fachgebietsleiter Nachhaltige Finanzwirt- VFKDIW DQ GHU 8QLYHUVLWÌW .DVVHO 3UR - ]HQW JDEHQ LQ GHU 8QWHUVXFKXQJ DQ HV VHL sehr gering oder eher gering. Nur 22 Pro- zent bemerken bei ihrer Klientel nach wie YRU HLQ VHKU KRKHV RGHU KRKHV ,QWHUHVVH DQ (6* *HOGDQODJHQ Ľ,Q HLQHU YHUJOHLFKED - ren Umfrage aus dem Jahr 2022 lag dieser :HUW QRFK EHL ĞEHU 3UR]HQWĺ VR .OHLQ Die Regulierung ist schuld $XFK GDV PDJ YHUVFKLHGHQH *UĞQGH haben. 81 Prozent der Studienteilneh- mer machen für die schwindende Bedeu- WXQJ YRQ 1DFKKDOWLJNHLWVDVSHNWHQ LQ GHU Finanzberatung aber die regulatorischen $QIRUGHUXQJHQ YHUDQWZRUWOLFK GLH VLH nicht für angemessen halten. 1XQ KRȬW GLH %UDQFKH DXI GLH 5HIRUP GHU 6)'5 'LHVH VROO GLH 2ȬHQOHJXQJV - SijLFKWHQ IĞU QDFKKDOWLJH )LQDQ]SURGXNWH LQ GHU (XURSÌLVFKHQ 8QLRQ HLQIDFKHU XQG HȬHNWLYHU JHVWDOWHQ 'DKHU KDW GLH .RP - PLVVLRQ DQJHUHJW GLH NRPSOH[HQ XQG NRVWHQLQWHQVLYHQ %HULFKWH DXI 8QWHUQHK - PHQVHEHQH DXV GHU 6)'5 ]X VWUHLFKHQ LQVEHVRQGHUH GLH (UNOÌUXQJ ]X GHQ 3$,V Auch auf Produktebene sind deutliche 9HUHLQIDFKXQJHQ YRUJHVHKHQ Künftig sollen Anleger aus drei Katego- ULHQ PLW 0LQGHVWNULWHULHQ ZÌKOHQ NĆQQHQ VLHKH .DVWHQ XQWHQ 'LHVH VROOHQ GLH $XV - wahl nachhaltiger Finanzprodukte deut- OLFK YHUHLQIDFKHQ =XGHP VFKOÌJW GLH (8 Kommission eine erhebliche Verringerung GHU 2ȬHQOHJXQJVSijLFKWHQ YRU 6LH VROOHQ sich künftig auf Angaben zu den Krite- ULHQ EHVFKUÌQNHQ GLH GHU HQWVSUHFKHQGHQ Kategorie zugrunde liegen. Ein logischer Schritt 2E GLH JHSODQWHQ (UOHLFKWHUXQJHQ XQG Vereinfachungen in dieser Form auch XPJHVHW]W ZHUGHQ LVW DOOHUGLQJV QRFK nicht klar. Der Vorschlag der Kommission ZLUG LP QÌFKVWHQ 6FKULWW HUVW HLQPDO GHP (8 3DUODPHQW XQG GHP5DW ]XU %HUDWXQJ YRUJHOHJW 6ROOWH HU VLFK GXUFKVHW]HQ ZÌUH HV DOOHUGLQJV QXU HLQ ORJLVFKHU 6FKULWW GLH 1DFKKDOWLJNHLWVSUÌIHUHQ]DEIUDJH HQW - sprechend anzupassen. Bisher ist dazu aus %UĞVVHO QLFKWV ]X KĆUHQ 6ROOWH HV DEHU VR NRPPHQ ljHOH GLH $QWZRUW YRQ $QOHJHUQ YLHOOHLFKW ZLHGHU ĆIWHU HLQPDO SRVLWLY DXV wenn die Frage lautet: „Darf’s denn auch JUĞQ VHLQ"ĺ ANDREA MARTENS FP EU-Offenlegungsverordnung | Was sich ändern soll Die Europäische Kommission hat Ende 2025 Änderungen an der Ver- ordnung über nachhaltigkeitsbe- zogene Offenlegungspflichten im Finanzdienstleistungssektor vor- geschlagen, kurz Offenlegungsver- ordnung (englisch: Sustainable Finance Disclosure Regulation, SFDR). FONDS professionell erläu- tert die Kernpunkte. Neue Kategorien: Künftig sollen Anleger aus drei Kategorien mit Mindestkriterien wäh- len können. Diese sollen ihnen bei der Auswahl nachhaltiger FinanzprodukteeinebessereOrien- tierung bieten als die bisherigen Transparenz- vorschriftenmit der Einstufungnach Artikel 8 oder 9 SFDR. Nachhaltige Kategorie: Indiese Kategorie sollen Finanzproduk- te fallen, die zum Erreichen von Nachhaltigkeitszielen beitragen. Auch solche, die Investitionen in Unternehmen oder Projekte tätigen, die bereits hohe Nachhaltigkeits- standardserfüllen, sollenhier eingestuftwerden. Übergangskategorie: Dieser Rubrik sollen Produkte zugeordnetwerden, die Investitionen in Unternehmenund/oder Projekte lenken, dienoch nicht nachhaltig sind, sichaber auf einemglaub- würdigen Pfad dorthin befinden (Transition). ESG-Grundlagenkategorie: DieseKatego- rie ist für Produkte vorgesehen, die eine Vielzahl vonESG-Investitionsansätzen integrieren, jedoch nicht die Kriterien der beiden ersten Rubriken erfüllen. Hier könnten zum Beispiel Fonds ein- geordnet werden, die in Sachen ESG einen Best- in-Class-Ansatz verfolgen. Mindestquote: Bei allen kategorisierten Produkten soll sichergestellt werden, dassmin- destens70ProzentderInvestitionendiegewählte Nachhaltigkeitsstrategie unterstützen. Name und Werbung: Künftigsollennurnoch FinanzprodukteESG-StichwörterimNamentragen und inMarketingunterlagendamitwerbendürfen, dieeiner der drei Kategorien zugeordnet sind. 408 fondsprofessionell.de 2/2026 STEUER & RECHT Nachhaltigkeit FOTO: © SIMMONS + SIMMONS, ILLUSTRATION: © ANTTO | STOCK.ADOBE.COM » Die ESG- Präferenzabfrage verfolgt ein gutes Ziel, aber sie funktioniert nicht besonders. « Harald Glander, Simmons + Simmons
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