FONDS professionell Deutschland, Ausgabe 3/2026

FOTO: © MARINA TERECHOV | FÜR FONDS PROFESSIONEL, CHRISTOPH HEMMERICH | FÜR FONDS PROFESSIONEL 11 Editorial MEINUNG D er Kampf ist eröffnet. Dasmagmartialischklin- gen, kommt der Realität aber recht nahe: Wer seinAltersvorsorgedepot herschenkt, umdamit Kun- den zu gewinnen (Scalable Capital, Quirion, Smart- broker) oder sie davon abzuhalten, zum„Gegner“ zu wechseln (Deka), der zieht in den Kampf. Zur Erin- nerung: Die genannten Anbieter wollen zumindest für die Standardvariante des Altersvorsorgedepots keinerlei Kosten berechnen. Die Kunden tragen nur die Gebühren der dahinterliegenden ETFs, die sich auf 0,07 bis 0,15 Prozent belaufen. Damit ist klar, dass der Kampf um Kunden fürs Altersvorsorgedepot über denPreis ausgetragenwird – und nicht über die Qualität. Das ist zum einen vomGesetzgeber gewollt, sonst hätte er dem Stan- darddepot keinenKostendeckel verordnet, und zum anderen durchaus im Sinne der Kunden: Schließ- lich schmälert jeder Basispunkt an Gebühren ihre Rendite. Aber, und auch das gehört zur Wahrheit dazu: Billig ist nicht immer gut. Denn so viel Energie manche Anbieter ins Mar- keting für ihr Altersvorsorgedepot stecken, sowenig Mühe geben sie sich mitunter bei der Konzeption. Die Basis bildet meist ein simpler, nachMarktkapi­ talisierung gewichteterWeltaktien-ETF. Doch ist es wirklich clever, für die Zukunft stur auf die Gewin­ ner der Vergangenheit zu setzen? Bleibt zu hoffen, dass bald Angebote auf den Markt kommen, die nicht nur preiswert, sondern auch ihren Preis wert sind. Der Kampf ums Altersvorsorgedepot mag eröffnet sein. Entschieden ist er noch nicht. FP Altersvorsorgedepot: Billig heißt nicht gut JETZT ANMELDEN 2 0 2 7 KONGRESS Ihr Bernd Mikosch, Chefredakteur

RkJQdWJsaXNoZXIy ODI5NTI=