FONDS professionell Deutschland, Ausgabe 3/2026
hat dort das ‚Nearshoring‘ begonnen“, so Vogel. Die USA holen ihre vor Jahren ausgelagerte Industrie zurück. „Und das bedeutet, dass hier künftig wesentlich mehr Strom benötigt wird“, sagt er. Wei- tere Treiber für die Strommärkte auch in Europa erkennt er im KI-Boom und in der Elektrifizierung von Verkehr, Gebäu- den und Industrie. Bilanzen gründlich prüfen „Der Strom muss aber natürlich von A nach B transportiert werden“, sagt Vogel. Daher kommen für den Smart Power auch Unternehmen infrage, die dafür die Infrastruktur bereitstellen, zum Beispiel Stromtrassen bauen, Umspannwerke oder Transformatoren herstellen. „Hier gilt es, die Bilanzen ganz genau zu prüfen“, erklärt der Fondsmanager. Schließlich dauert es Jahre, bis etwa eine Stromtrasse fertig ist. „Als Investor möchte man sich natürlich darauf verlassen können, dass eine Firma in der Zwischenzeit keine finanziellen Probleme bekommt“, sagt er. Nicht zuletzt hat Vogel stets ein scharfes Auge auf wichtige geopolitische Entwick lungen. „Solche Faktoren muss man berücksichtigen. Es hilft nichts, nur auf Bilanzkennzahlen oder jüngst gestiegene Margen zu schauen und dabei außer Acht zu lassen, was in der Welt passiert“, sagt er. Im Smart Power hat er immer ein konzen- triertes Portfolio aus 30 bis 50 Unterneh- men, wobei keine Position mit mehr als fünf Prozent gewichtet ist. „Andernfalls könnten wir nicht breit genug diversifizie- ren“, so Vogel. Das wichtigste Projekt Schade, jetzt, da sich die Sonne hinter den Wolken hervorgekämpft hat, wird es Zeit, den Rückweg anzutreten. Schließlich möchte Patrick Vogel auch heute Abend noch Zeit mit seiner Familie verbringen. „Meine Familie ist das wichtigste Projekt in meinem Leben“, sagt er auf der Fahrt zurück zum neuen Firmensitz von TBF. Und was macht ihm in seinem Beruf am meisten Spaß? „Das lebenslange Ler- nen finde ich einfach wunderbar“, sagt er. „Ein starker Fondsmanager muss immer dazulernen wollen, neugierig sein“, erklärt er. „Und man muss in der Lage sein, sich selbst zu hinterfragen, gleichzeitig aber fokussiert bei seinen Überzeugungen blei- ben“, erklärt Vogel, als er aus dem Auto steigt. Dann streckt er zum Abschied die Hand aus. „Tschüss, hat mich sehr gefreut“, sagt er – und verschwindet hinter der Tür des Hauses mit der Nummer 3 in der Horexstraße. ANDREA MARTENS FP Erfolg mit Energie: Der TBF Smart Power Der Aktienfonds TBF Smart Power investiert weltweit in Unternehmen, die die Transforma- tion des globalen Energiesektors hin zu einer CO 2 -armen Energieerzeugung und -übertragung vorantreiben möchten. Dabei setzen Portfolio- manager Patrick Vogel und sein Team auf Fir- men aus allen Stufen der Wertschöpfungskette: Erzeugung, EnergieträgerwieSpeicher undWas- serstoff, Infrastruktur, Effizienz und Automati- sierung. Der Fonds berücksichtigt im gesamten Investmentprozess ESG-Kriterien. ’24I ’23I I ’22I ’21I ’20I ’19I ’18I ’17I ’16I ’15 ’25 ’26 I ’25 I I I I I ’20 I I I I I ’15 I I I I I ’10 I I I 2010 I 10.000 15.000 20.000 25.000 30.000 35.000 40.000 Nachgezeichnet Halb nachgezeichnet 100% 110% 90% 120% 130% 140% 150% 160% Carmignac Patrimoine A EUR Acc Morningstar Mischfonds Euro ausgewogen global TBF Smart Power EURR Index AktienWelt Euro Alt Fondsdaten ISIN: DE000A0RHHC8 Auflage: Dezember 2009 Fondsvolumen: 1,2Mrd. Euro Fondsmanager: PatrickVogel KVG: Hansainvest Lfd. Kosten: 1,66%p.a. Performance: Lfd. Jahr: 22,92% 1 Jahr: 34,42% 3Jahrep.a.: 23,68% 3Jahrep.a.: 15,48% Quelle:Morningstar |Stand:7.9.2026 154 fondsprofessionell.de 3/2026 PORTRÄT Patrick Vogel | TBF Global Asset Management FOTOS: CHRISTOPH HEMMERICH FÜR FONDS PROFESSIONELL Honig aus eigener Herstellung: Neben Beruf und Familie bleibt Patrick Vogel schon längst kaumnoch Zeit für Hobbys, dabei hat er früher viel Sport getrieben. Doch einer Freizeitbeschäftigung geht er gern nach: Vogel hat Bienen und imkert selbst. Wenn der Honig geerntet wird, hilft die ganze Familiemit.
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