FONDS professionell Deutschland, Ausgabe 3/2026
MORNINGSTAR Ein gutes Jahr reicht nicht aus Das gute Abschneiden eines Fonds in einem einzelnen Jahr ist noch kein Signal für eine anhaltend überzeu- gende Leistung. Zu diesem Ergeb- nis kommt eine Analyse der Rating- gesellschaft Morningstar. Das Gros der Einjahressieger fällt vielmehr zurück. „Fonds, die in einem Jahr an der Spitze ihrer Kategorie rangieren, haben nur eine begrenzte Chance, diese Position im folgenden Jahr zu halten“, erläutert Morningstar-Analyst Eugene Gor- batikov. „Viele fallen wieder ins Mittelfeld zurück, einige sogar auf die hinterenPlätze“, so Gorbatikov. Der Analyst stützt sich auf eine Auswertung von in Europa aufgeleg- ten Aktien- und Rentenfonds für den Zeit- raum von 2010 bis 2025. Demnach kann von den Fonds, die in einem Jahr unter die besten 20 Prozent ihrer Gruppe vorrücken, im Folgejahr nur ein Viertel ihre Position behaupten. Fast genauso viele fallen in den hinterenBereich zurück oder verschwinden sogar ganz vom Markt. Bessere Hinweise auf die künftige Entwicklung liefert hinge- gen der Blick auf schwache Fonds. Die blei- ben demAnalysten zufolgemeist weiterhin schwach. VondenFonds, die unter den letz- ten 20 Prozent ihrer Kategorie liegen, ver- harrt mehr als ein Drittel auch im Folge- jahr unter den Schlusslichtern. Als einen aussagekräftigeren Indikator für die künf- tige Outperformance eines Fonds sieht der Morningstar-Experte dagegen das Gebüh- renniveau. FP STUDIE Forscher schlagen Fondsmanager Selbst Finanzprofis schätzen die Rendite chancen am Aktienmarkt oft anders ein, als es gängige Modelle vorhersagen. Das zeigt eine Studie unter Beteiligung des Exzellenzclusters Econtribute der Univer- sitäten Bonn und Köln, für die über 7.000 Personen befragt wurden. In einemGedan- kenexperiment sollten sie einschätzen, wie sich die Kurse nach einer vierWochen alten Unternehmensnachricht entwickeln wür- den. Sie zogen aus denselben Informationen sehr unterschiedliche Schlüsse. So erwarte- ten rund 60 Prozent der Befragten aus der allgemeinen Bevölkerung, 74 Prozent der Privatanleger sowiemehr als die Hälfte der Fondsmanager (58 Prozent) und Finanzbe- rater (63 Prozent) auchWochen nach einer positivenNachricht nochhöhereRenditen– obwohl diese längst „eingepreist“ seinmüss- ten. Finanzmarktforscher gingen dagegen überwiegend davon aus, dass sich die Ren- diten nicht ändern (67 Prozent). FP Manchen Fondsmanagernmag in einemJahr eine gute Positionierung gelingen. Doch schon imnächsten Jahr fällt der Großteil wieder zurück. NEWS & PRODUCTS Investmentfonds 36 fondsprofessionell.de 3/2026 GROSSES FOTO: © PEOPLEIMAGES.COM | ADOBE.STOCK.COM /// (UNTEN V. L. N. R.): © CAPITELL AG, DEUTSCHE OPPENHEIM, LLOYD FONDS, AMUNDI, SVEN WIED I WARBURG INVEST Finanzprofis in Bewegung ››› Die aktuellsten News täglich auf fondsprofessionell.de Markus Korfmacher hat den Vorstand des Vermö gensverwalters Capitell Ende Juni verlassen. Ein Vierteljahrhundert lang agierte der Gründungspart ner als Leiter des Frankfur ter Instituts. Das Deutsche Oppenheim Family Office hat Bettina Hönigmann zur Leiterin Akquisitionen undMandan tenbetreuung ernannt. Sie folgt auf Vorstandssprecher VolkerHecht,derdieseFunk tion zusätzlich innehatte. Robin Braun ist neuer Head of Sales von Laiqon . Er übernimmt die Stelle zu sätzlich zu seinen bisheri gen Tätigkeiten als Head of Group Sustainability sowie Geschäftsführer der Laiqon Asset Management. Warburg Invest hat Vik- toria-Sophie Wendt zur neuen Leiterin des Fixed Income Teams ernannt. Sie steht seit Juni 2023 als Fixed-Income-Portfolioma nagerin bei Warburg Invest unter Vertrag. Petra Salesny ist neue Chief Executive Officer von Amundi AlphaAssociates . Sie ist weiterhin Chief Com mercial Officer des Unter nehmens und löste in ihrer neuen Funktion Peter De rendinger ab.
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