FONDS professionell Deutschland, Ausgabe 3/2026

Haus hat Sitze in Deutschland und der Schweiz und bietet für diese beiden Län­ der auch eine Depotführung an, neben jener bei den örtlichen Sparkassen. Starke Nachfrage Inzwischen ist auch die Deka als zentra­ les Wertpapierhaus der Sparkassen in die­ sem Feld tätig. Unter dem Titel „Deka Vermögensverwaltung Premium“ hat das Institut ein Angebot entworfen. „Die Nachfrage nach vermögensverwaltenden Produkten, seien es Fonds oder Einzel­ mandate, hat sehr stark zugenommen“, berichtet Dirk Heuser, Leiter Portfolioma­ nagement Vermögensverwaltung. „In der Deka Vermögensverwaltung Premium konnten wir das Volumen über die vergan­ genen eineinhalb Jahre verdoppeln und liegen im zweistelligenMilliardenbereich.“ Auch beim Deka-Modell bleiben Kunden und Depot bei der Sparkasse. Die Deka wird als Vermögensverwalterinmandatiert. Ein dritter Anbieter ist die Weberbank mit Sitz in Berlin. Das Haus gehört zur Mittelbrandenburgischen Sparkasse und richtet sich entsprechend auf die Haupt­ stadt und Brandenburg aus. Dort haben rund drei Viertel der Kundschaft ihren Sitz. „Eines unserer größten Wachstums­ segmente ist allerdings die Vermögensver­ waltung für Partnersparkassen“, sagt Jens Herdack, Leiter Portfoliomanagement Aktien. Das Modell sei insbesondere für kleinere und mittlere Institute interessant, für die sich der Aufbau einer eigenen Ver­ mögensverwaltung nicht rechnet. Auch hier bleiben Kunden und Depots bei den Geldhäusern vor Ort. Da die Weberbank mit denselben IT-Systemen arbeitet wie andere Häuser des Verbunds, könne das Institut seine Strategien direkt bei den jeweiligen Sparkassenkunden umsetzen. Eine Vermögensverwaltung auf Ein­ zeltitelbasis ist bei den Berlinern ab 250.000 Euro zu haben, eine individuelle Private-Banking-Betreuung ab einer hal­ ben Million. Bei der Deka fängt eine auf Einzeltiteln fußende Vermögensverwal­ tung auch bei 250.000 Euro an. Hier ist ab einer Million eine weitergehende Indi­ vidualisierung möglich. „Daneben haben sich die Sparkassen noch ein Einstiegs­ angebot gewünscht, das ab 100.000 Euro zugänglich ist“, sagt Heuser. „Dieses fußt eins zu eins auf unserer Strategie, setzt sie aber über eigens dafür aufgelegte Aktien- und Rentenfonds um.“ Bei der Frankfurter Bankgesellschaft liegt die Schwelle für eine Einzeltitelver­ mögensverwaltung ebenfalls bei 250.000 Euro. Welche Hürde letztlich gesetzt wird, obliegt aber der jeweiligen Sparkasse. „Unsere Mandate fußen grundsätzlich auf Einzeltiteln“, betont Schubert. „Wir möch­ ten alles selbst im Griff haben und bieten damit zugleich gegenüber den Kunden eine hohe Transparenz.“ In bestimmten Bereichen jedoch greifen alle drei Häuser zu passiven börsengehan­ delten Fonds (ETFs) oder aktiven Fonds, etwa bei Schwellenländern oder Hoch­ zinsanleihen. „Je kleiner und ineffizienter das Marktsegment, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass aktive Manager eine Mehrrendite erzielen“, erläutert Mar­ thel Edouard, Aktienportfoliomanager der Weberbank. Teils kommen bei den drei Akteuren hauseigene Bausteine zum Einsatz, etwa imRentenbereich. Dort lässt sich über das Fondsformat die Stückelung und Liquidität für die Kundenportfolios einfacher handhaben. Ruhige Hand Bei der Investmentstrategie aller drei Häuser steht ein Punkt im Fokus: „Im Private Banking und Wealth Manage­ ment geht es primär darum, Vermögen real zu erhalten“, betont Heuser von der Deka. „Grundsätzlich geht es darum, das Portfolio mit ruhiger Hand zu führen.“ Dennoch soll die Rendite nicht auf der Strecke bleiben. „Wir verstehen uns als 6,5   Bio. Euro beträgt das Vermögen deutscher Private- Banking-Kunden. Quelle:Zeb 408 fondsprofessionell.de 3/2026 BANK & FONDS Private Banking FOTO: © FRITZ PHILIPP I DEKA, FRANK BAUMHAMMEL I FRANKFURTER BANKGESELLSCHAFT Dirk Heuser, Deka: „In der Deka Vermögensver- waltung Premiumkonntenwir das Volumen über die vergangenen eineinhalb Jahre verdoppeln.“ René Schubert, Frankfurter Bankgesellschaft: „Performance geht meist dann verloren, wennman bei einer Erholung an der Seite stehen bleibt.“

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