FONDS professionell Deutschland, Ausgabe 3/2026
Investor, der immer im Markt bleibt“, erläutert Weberbank-Experte Edouard. „Wenn wir uns defensiver aufstellen, dann bauen wir nicht gleich Kassebestand auf, sondern verschieben die Branchenauftei- lung oder setzen andere Schwerpunkte bei Einzeltiteln.“ Denn in Zeiten einer erratischen Geopolitik sei es „sehr schwie- rig, das Timing richtig hinzubekommen“, ergänzt Edouard. Ähnlich geht die Frankfurter Bank- gesellschaft vor. „Wenn sich das geopoli- tische Bild einmal eintrübt, treten wir nicht unbedingt an die Seitenlinie, son- dern suchen Unternehmen, die womög- lich von dieser Situation profitieren“, sagt Chefstratege Schubert. „Falls wir aus dem Markt aussteigen, setzen wir uns immer sofort Parameter für den Wiedereinstieg. Denn Performance geht meist dann ver- loren, wenn man bei einer Erholung an der Seite stehen bleibt.“ Daneben setzt das Haus einen bestimmten Akzent. „Viele unserer Kunden sind unternehmerisch tätig“, erläutert Schubert. „So investieren wir stark in Unternehmens- und weniger in Staatsanleihen, die wir eher zur Lauf- zeitensteuerung nutzen.“ Intransparenter Markt Und wie sieht es mit der Performance im Marktvergleich aus? Dazu lassen sich kaum konkrete Aussagen treffen. „Gerade im Private Banking und in der individu ellen Vermögensverwaltung fällt der Vergleich mit dem Wettbewerb schwer“, erläutert Deka-Manager Heuser. „Der Markt ist ein Stück weit intransparent.“ Das Team schaut auf die Morningstar-Ver- gleichsgruppen für Mischfonds „als guten Indikator“, verrät Heuser. Und wie halten es die drei Häuser mit der Wettbewerbssituation untereinander? „Sowohl die Deka als auch wir haben gemeinsam viel erreicht für die Sparkas- sen“, sagt Schubert. „Wir halten es für gut für die gesamte Sparkassenorganisa- tion, wenn eine Lösung Anklang findet und Partner Ideen aufgreifen. Das Private Banking ist bei den Sparkassen heute viel stärker verankert.“ Zuletzt öffnete sich zudem ein Tor zu verbundfremden Angeboten. Mit dem „Vermögensverwalter-Marktplatz“ wollen die DWP-Bank sowie die Softwarehäuser Investify Tech und Dericon den Spar- kassen die Strategien von Häusern wie Allianz Global Investors, DJE Kapital oder Flossbach von Storch zugänglich machen. Das Buhlen um die wohlhabende Kund- schaft gewinnt also an Schärfe. SEBASTIAN ERTINGER FP Private Banker und ihre Fonds Fondsname ISIN Volumen (in Mio. Euro) Laufende Kosten (in %) Morningstar- Kategorie Performance in % Laufen- des Jahr 1 Jahr 3 Jahre p.a. 5 Jahre p.a. FBG 4Elements LU0298627968 103,8 1,17 Sector Equity Ecology 11,5 14,7 10,9 5,3 FBG Global Balanced Sustainable DE000A0M2QS4 9,9 1,36 EUR Aggressive Allocat. – Global 4,7 6,3 4,7 0,7 FBG Individual R DE000A0M58C9 76,3 1,18 EUR Diversified Bond -0,7 -0,2 2,6 -0,8 FBG Individual W DE000A0M58D7 151,4 1,98 EUR Flexible Allocation – Global 8,5 14,3 8,1 3,5 Weberbank Premium30 DE0005319800 164,7 1,46 Fund Other 3,2 5,3 6,4 2,4 Weberbank Premium50 DE0005319818 412,3 1,50 Fund Other 5,8 9,3 8,9 4,6 Weberbank Premium100 DE0005319826 336,6 1,47 Fund Other 12,7 19,9 15,3 10,1 Weberbank Zukunftsportfolio 50 DE000A1H72E4 75,1 1,17 EUR Cautious Allocation – Global 5,9 9,5 9,2 3,4 Ausgewählte Fonds der Frankfurter Bankgesellschaft und der Weberbank, sortiert nach Namen. Quelle:Morningstar|Stand:31.8.2026 410 fondsprofessionell.de 3/2026 BANK & FONDS Private Banking FOTO: © WEBERBANK, WEBERBANK Jens Herdack, Weberbank: „Eines unserer größten Wachstumssegmente ist die Vermögensverwaltung für Partner-Sparkassen.“ Marthel Edouard, Weberbank: „Wennwir uns defensiver aufstellen, dann bauenwir nicht gleich Kassebestand auf.“
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