FONDS professionell Deutschland, Ausgabe 3/2026

& Strategy der Bank zugeordnet. Die Gründung des Archivs im Jahr 1961 war ein Ergebnis des Kalten Krieges: Kurz nach dem Bau der Berliner Mauer war klar, dass die Bank auf die Unterlagen ihrer früheren Berliner Zentrale, die im Ostteil der Stadt zurückgeblieben waren, auf absehbare Zeit keinen Zugriff mehr haben wird. Nach dem Mauerfall 1989 kam das Institut dann wieder in den Besitz von 12.600 Aktenbänden aus ihrer früheren Zentrale. Bagdadbahn Zu den kostbarsten Archivbeständen zählt das sogenannte Orientbüro der Deutschen Bank, in dem sich die Akten zur Finanzierung und zum Betrieb der berühmten Bagdadbahn, die von Konya in der Türkei bis in den Irak führte, befin- den. Auch die Büronachlässe bedeutender Vorstände wie Hermann Josef Abs und Alfred Herrhausen sind dort aufbewahrt. Historische Verantwortung endet jedoch nicht im Archiv – sie sollte auch in die Zukunft wirken. Dieses Ziel hat sich jedenfalls die Sparkasse Köln Bonn gesetzt, wie Institutschef Voigt berichtet: „Deshalb setzen wir gemeinsammit dem NS-Dokumentationszentrum Köln und der Gedenkstätte Bonn konkrete Projekte um, um die Erinnerungskultur lebendig zu halten – etwa die Verlegung von rund 160 Stolpersteinen für frühere Kundin- nen und Kunden, die Opfer des National­ sozialismus wurden.“ MARCUS HIPPLER FP 422 fondsprofessionell.de 3/2026 BANK & FONDS Geschichte ALLE FOTOS: © HISTORISCHES ARCHIV SPARKASSE KÖLN BONN ImNationalsozialismus übernahmAdolf Hitler abMitte der 1930er-Jahre die symbolische Paten- schaft ab demsiebenten Sohn oder demneunten lebenden Kind einer Familie. Die Eltern erhielten eine offizielle Urkunde sowie ein Sparbuchmit einer finanziellen Zuwendung. Die Kölner Sparkasse eröffnete 1957 den ersten Autoschalter in der BRD. Das Foto zeigt denweiterentwickelten „Fernseh-Autoschalter“, der ab 1965mit „Fernsehen, Rohrpost und Sprechanlage“ arbeitete. Die Filiale Gereon der Sparkasse zu Köln in der Altstadt-Nord imJahr 1928. Im rechten Schaufenster wirdmit Zahnrädern symbolisiert, wasmit den Spareinlagen der Bürger passiert („Eins greift ins Andere“). Zur „Jugendsparwoche“ imJahr 1957 verkleideten sich die Kinder als Heinzelmännchen und führten gewissenhaft Buch über Einnahmen und Ausgaben.

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