FONDS professionell Deutschland, Ausgabe 3/2026
STROMPREISE Solar macht Strom für alle günstiger Das Energieberatungsunternehmen Enervis hat im Auftrag des Bundes- verbands Solarwirtschaft (BSW-Solar) untersucht, welchen Einfluss die Pho- tovoltaik auf die Strompreise hat. Dafür wurden die tatsächliche Ent- wicklung des Strommarktes und ein Vergleichsszenario ohne den beste- henden Photovoltaikanteil einander gegenübergestellt. Ergebnis: DerAusbauder Solarenergie senkt die Stromkosten in Deutschland inzwi- schen um Milliardenbeträge. Ohne Solar- stromwärendie Börsenstrompreise 2025 im Durchschnitt um rund 20 Prozent höher ausgefallen. Insgesamt verringerte Photo voltaik die Strombeschaffungskosten für Verbraucher, Gewerbe und Industrie dem- nach um rund 15,7 Milliarden Euro. „Auchwer keine eigene Solaranlage besitzt, profitiert vom Ausbau der Solarenergie“, sagt Carsten Körnig, Hauptgeschäftsfüh- rer des BSW-Solar. Weil Solarstrom ver- gleichsweise günstig ist, kam es 2025 nach den Berechnungen von Enervis zur Entlas- tung eines typischen Privathaushalts um knapp 100 Euro. Ein Industriebetrieb mit einem jährlichen Stromverbrauch von zehn Gigawattstunden hätte ohne Photovoltaik im Strommix rund 235.000 Euro höhere Strombeschaffungskosten tragen müssen. Ein beschleunigter Ausbau von Batterie- speichern und weiteren Flexibilitätsoptio- nen könnte die Kosten zusätzlich senken, argumentiert der Verband. FP ENERGIEWENDE Haushalte wieder klimabewusster Zwei von drei Haushalten in Deutschland sind laut aktuellem KfW-Energiewende barometer bereit, sichmit Investitionen für den Klimaschutz einzusetzen. In den ver- gangenen Jahren hätten vieleMenschen in Deutschland „klimamüde“ gewirkt, berich- tet die KfW, würden aber trotz andauern- der Konjunkturdelle in Deutschland wie- der umdenken und in die Energiewende investieren. „Der außergewöhnliche Hitze sommer 2026 hat die Notwendigkeit des Klimaschutzes nochmal klar verdeutlicht, sagt Dirk Schumacher, Chefvolkswirt der KfW. Seit letztem Jahr, rechnet die KfW vor, würden eineMillion zusätzliche Haus- halte, also 34Prozent,mindestens eine Ener- giewendetechnologie nutzen. Weitere fünf Prozent wollen erstmalig in Wärmepum- pen, auf demDachmontierte Photovoltaik anlagen, Solarthermieanlagen, Batteriespei- cher, Holzpelletsheizungen oder Elektro autos investieren. FP Ohne den Ausbau der Solarenergiewären die Stromkosten in Deutschland um rund 20 Prozent höher, lautet das Ergeb- nis einer Studie der Energieberatung Enervis. NEWS & PRODUCTS Sachwerte 70 fondsprofessionell.de 3/2026 GROSSES FOTO: © THINK B | ADOBE.STOCK.COM /// (UNTEN V. L. N. R.): © PRIVAT I DEGUSSA, SAVILLS, HT IMMOBILIEN, ATHANOR I CUSHMAN & WAKEFIELD, CUSHMAN & WAKEFIELD Finanzprofis in Bewegung ››› Die aktuellsten News täglich auf fondsprofessionell.de Alexander Betz , der Grün- der von Efonds, ist neuer Vorsitzender des Vorstands von Degussa . Der bisheri- ge CEO Christian Rauch und Finanzvorstand Mark Som- mer schieden im Juni aus der Geschäftsführung aus. Dennis Arnold verstärkt als Associate Director das Frankfurter Office Agency Team von Savills , das er zukünftig leiten wird. Arnold ist seit über zehn Jahren im Frankfurter Im- mobilienmarkt tätig. Nina Bornkessel stieg zur Geschäftsführerin der HT Immobilien Management auf und übernahm in die- ser Funktion zusätzlich die Leitung des Asset Manage- ments. Sie folgte Anfang Juni auf Claudia Pahl. Josephine Bernasek wird das Retail Invest- ment Team von Cushman & Wakefield zukünftig als Consultant verstärken und wie ihr neuer Kollege Peter Hablizel amStandort Berlin tätig sein. Anfang Juni startete Peter Hablizel als Director im Retail Investment Teamvon Cushman &Wakefield . Er verfügt über mehr als zehn Jahre Erfahrung im Retail- Investmentgeschäft und wechselt von Athanor.
RkJQdWJsaXNoZXIy ODI5NTI=