FONDS professionell Deutschland, Ausgabe 3/2026

Erst mit einem Bann belegt, dann im Boom: Dachfonds blicken auf eine wechselvolle Geschichte. Als Multi-Asset-Strategien leben sie bis heute fort – und liefern überraschend gute Ergebnisse. E ine Mode, die in den 2000er-Jahren aufkam, waren knapp auf der Hüfte getragene Jeans. Dieser Trend flammte in den vergangenen Jahren unter Jugendli- chen erneut auf. Ein gänzlich anderes Phä- nomen der Zeit waren Dachfonds. Deren Boom erreichte um 2008 herum seinen Höhepunkt. Seither rückte die Kategorie aus dem Fokus. Ein Revival scheint, anders als bei den Jeans, nicht in Sicht. Gänzlich verschwunden waren die Anlagevehikel aber nie. Vor allem in Form vonMulti-Asset-Strategien bestehen sie bis heute fort. Die beiden Analysehäuser Scope und Greiff Research Institut haben das Segment beleuchtet – und kommen teils zu überraschenden Schlüssen. Dachfonds durchlebten in ihrer Geschichte Höhen und Tiefen. So geriet das gesamte Segment durch den Skandal um den Finanzkonzern Investors Over- seas Services (IOS) in den 1970er-Jahren in Verruf. Das in Panama registrierte Haus hatte ein Investmentgeflecht aufgezogen, das sich letztendlich als Schneeballsystem entpuppte. Verkaufsstopp In der Folge ließen sich Dachfonds in vielen Ländern nur unter erheblichen Restriktionen oder gar nicht verkaufen. In Deutschland und Österreich etwa wurde diese Gattung erst 1998 zugelassen. Nach der Jahrtausendwende setzte dann ein Höhenflug ein, der bis zur Finanzkrise reichte. Ein erheblicher Teil der heute 86 fondsprofessionell.de 3/2026 MARKT & STRATEGIE Vermögensverwaltende Fonds FOTO: © SCULPIES | STOCK.ADOBE.COM Die Hochphase der Dachfonds ist zwar vorbei, ihr Volumen bleibt jedoch stattlich. Zudem bestechen in dieser Struktur Multi-Asset-Strategienmit einer erstaunlich guten Leistung. Solider Aufbau

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