SACHWERTE SPEZIAL, Sonderausgabe 2026
Der unverzichtbare Markt Die Vereinigten Staaten bleiben der wichtigste Immobilienmarkt der Welt – auch unter Trump 2.0. Bei deutschen Privatanlegern stockt die Nachfrage trotzdem, wie der Rückzug eines Fonds zeigt. A nfang 2026 hat der Pangaea Life Co-Invest US Residential nach kaum einem Jahr die Segel gestrichen: Es kamen dem Vernehmen nach nur wenige Millionen zusammen, sodass ein geplantes Investment nicht erfolgen konnte. Pangaea Life wickelt den Fonds nun ab. Den Schritt begründet das Unter- nehmen mit einer „veränderten Investi tionsbereitschaft“ der Anleger, hinzu kämen „zusätzliche Unsicherheiten – etwa durch Währungsbewegungen und poli- tische Entwicklungen“. An der positiven Einschätzung des US-Wohnimmobilien- marktes halte man jedoch fest. Dieser aktuelle Fall zeigt ein deutsches Dilemma: Der größte Immobilienmarkt der Welt trifft auf einen mühsamen Ver- trieb, weil US-Präsident Donald Trump vielen die Laune verdirbt. Dabei spricht die Datenlage klar für die USA. Savills beziffert den Wert aller US-Immobilien per Anfang 2025 auf stolze 81,4 Billionen Dollar. Das ist ein Fünftel des globalen Immobilienbestands. Das Volumen des gewerblichen US-Immobilienmarktes soll, so eine Analyse von Mordor Intelligence, von 1,7 Billionen Dollar im Vorjahr auf zwei Billionen Dollar im Jahr 2031 stei- gen. Und CBRE erwartet 2026 ein Plus der gewerblichen Investitionen um 16 Pro- zent auf 562 Milliarden Dollar. „Die USA bleiben der weltweit füh- rende Investmentmarkt für Immobilien“, sagt Jens Freudenberg, Vertriebsgeschäfts- führer der BVT-Gruppe. „Mit einemVolu- men von rund 16 Billionen US-Dollar stellen sie den mit Abstand größten und liquidesten gewerblichen Immobilien- markt dar. Für international ausgerichtete Anleger, insbesondere aus Deutschland, führt daher kaum ein Weg daran vorbei.“ Keine Kapitalflucht Die These, Trumps Politik vertreibe Kapital flächendeckend, ist empirisch nicht belegt. Ausländische Wohnimmo- bilienkäufe erreichten nach Daten der National Association of Realtors (NAR) ihren Höchststand von 153 Milliarden Dollar 2016/17 mit Trumps erster Amts- zeit. Der Rückgang danach geht primär auf chinesische Kapitalverkehrskontrol- len, die Pandemie, die Zinswende und einen starken Dollar zurück. Im ersten Jahr von Trump 2.0 zog das Volumen um 33 Prozent auf 56 Milliarden Dollar an – erstmals seit 2017. Gleichwohl bringt Trumps zweite Amts- zeit erstmals direkte Belastungen für den Investitionen in den USAwerden zurzeit von emo- tionalen Diskussionen begleitet. Hauptgrund dafür ist US-Präsident Donald Trump, der wie kaumein anderer Politiker polarisiert. Für langfristig und international orientierte Investoren führt dennoch keinWeg an amerikanischen Immobilien vorbei. SACHWERTE US-Immobilien SPEZIAL 56 fondsprofessionell.de 2/2026 FOTO: © BUSSAKON | STOCK.ADOBE.COM
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