FONDS professionell Deutschland, Ausgabe 2/2026

ter und somit auch bei den Endkunden zwei Prozent fehlten. Das markierte einen :HQGHSXQNW 0LW XQVHUHU %DQNOL]HQ] ljQ - gen wir an, die Portfolios ganz konservativ mit Aktien und Renten selbst zu verwal- ten. Als Kreditinstitut hatten wir zudem Zugang zum Interbanken- und außer- börslichen Handel und konnten bessere Kurse erzielen, wovon auch unsere Kun- GHQ SURljWLHUWHQ GD ZLU GLHVH HLQV ]X HLQV weitergeben. WohattenSiedieersteManpower her? Sie werden überrascht sein: Die Bank ist mit fünf Leuten gestartet. Das war wirk- lich extrem schlank und ambitioniert. Von 2010 bis 2012 ist das Team dann aber relativ schnell auf zwölf Mitarbeiter gewachsen. Das war für unsere damalige Struktur ausreichend, da wir nur wenige, aber sehr große Mandate betreuten. Also: Die Bank wurde quasi aus dem Nichts aufgestellt. Wir haben alles ausgelagert, was sich auslagern lässt, zum Beispiel Funktionen wie Legal, Compliance oder Revision. Unser Abwickler ist die DWP Bank, unser Rechenzentrum die Atruvia. Sie persönlichhaben einenBeratungs- und Vertriebsbackground. ZudemsindSieCerti- fiedFinancialPlannerundhabendasThema beieinerTochtergesellschaftderCommerz- bankvorangetrieben. SindSieauchalsVor- stand noch ins Tagesgeschäft eingebun- den? Schauen Sie täglich auf die Monitore oder habenSiesichetwas zurückgezogen? Einmal Vollblutberater, immer Vollblut- berater. Ich betreue weiterhin meinen eigenen Kundenbestand. Ich habe zwar einige Kunden bereits übergeben, aber mir macht es immer noch sehr viel Spaß. Und wenn Sie nicht wissen, was an der Basis passiert, dann können Sie oben auch nichts steuern und lenken. Haben Sie Ihre Kunden gewissermaßen erzogen in demSinne, dass beispielsweise aneinemTagwieheute,wodieKursedeut- lichnachgeben,nichtdauerndjemandanruft und fragt,wasmit denBörsen ist? Unsere Besonderheit ist die konsequente Erreichbarkeit. Wir telefonieren auch am Wochenende viel mit unseren Kunden und haben kein Call Center. Die perma- nente Erreichbarkeit ist ein wesentlicher Teil unseres Erfolgsversprechens. BeratunghatihrenPreis.IstIhreKundschaft besonderspreissensibel? Ja und nein. Das ist ganz unterschiedlich. In Organisationen mit starkem Control- ling ist die Preissensibilität naturgemäß höher – dort wird intensiver hinterfragt und verhandelt. Unsere klassische Klien- tel schätzt die permanente Erreichbarkeit des Kundenberaters sehr und sagt, dass es nicht auf 0,1 Prozent mehr oder weni- ger Gebühren ankommt. Entscheidend ist, wirklich auf Augenhöhe miteinander reden zu können. Ich persönlich freue mich immer, wenn ein Kunde bei mir anruft und mich um Rat fragt. » Einmal Vollblutberater, immer Vollblutberater. Ich betreue weiterhin meinen eigenen Kundenbestand. « Volker Rützel, Bankhaus Herzogpark fondsprofessionell.de 2/2026 373 FOTO: © SEBASTIAN WIDMANN FÜR FONDS PROFESSIONELL

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