FONDS professionell Deutschland, Ausgabe 3/2026
Wohl und Wehe Wie schlagen sich die Träger des DEUTSCHEN FONDSPREISES nach der Auszeichnung? Ein Blick auf einen sehr erfolgreichen Misch- und einen Aktienfonds, der sich vorübergehend schwertut. G elingt es den Managern prämierter Fonds, auch nach der Auszeichnung überdurchschnittliche Ergebnisse abzu- liefern? Vielleicht keine wissenschaftlich valide Antwort auf diese Frage, aber doch eine Annäherung soll diese Auswertung bieten: Die Redaktion legt in jeder Aus- gabe offen, wie sich die zu Jahresbeginn mit dem DEUTSCHEN FONDSPREIS ausgezeichneten Anlageprodukte seit Anfang Januar geschlagen haben. Doch zunächst zur Systematik des Awards: Diesen vergibt FONDS professio- nell in Kooperation mit dem Institut für Vermögensaufbau (IVA) aus München. Bei der Vergabe des Preises werden nur Fonds berücksichtigt, die über einen fünf- jährigen Beobachtungszeitraum hinweg positive Ergebnisse erwirtschaftet haben. Für die Berechnung werden zunächst alle potenziellen Siegerkandidaten anhand ihrer Ertrags- und Risikodaten gereiht. Die besten Fonds untersucht das IVA anschlie- ßend auf Basis ihrer Anlagerichtlinien dahingehend, ob sie tatsächlich dank der Managementleistung einen Mehrwert in ihrer Investmentstrategie erzielen konnten oder ob sie lediglich aufgrund eines weiter gefassten Anlageuniversums besser abge- schnitten haben. Auf diese Weise werden Fonds, die kein erkennbares Alpha erzielt haben, zurückgereiht – auch dann, wenn ihre nackten Ertragsdaten besser sind als jene anderer Fonds derselben Gruppe. Die Performance der Fonds wird in Euro bewertet und bildet den Netto-Gesamt- ertrag ab, die steuerbereinigten Ausschüt- tungen werden also unverzüglich in die jeweiligen Fonds reinvestiert. Bei den laufenden Updates erfolgen die Erhebung und Betrachtung der akkumu- lierten Performance jeweils so zeitnah wie möglich – im konkreten Fall von Jahresbeginn bis Ende August. Von ins- gesamt 33 ausgezeichneten Fonds schaff- ten es immerhin 20, ihre entsprechende Lipper-Peergroup zu schlagen (siehe Tabelle nächste Seite). Schwertaten sich insbesondere die drei prämierten Schwel- lenländeraktienfonds, die zum Teil deut- lich hinter ihren Wettbewerbern zurück- blieben. Zu erklären sein dürfte das unter anderemmit dem Frontier-Market-Fokus, den zumindest zwei der Preisträger auch im Namen tragen. Auch die Sieger unter den weltweit investierenden Multi-Asset- Fonds hinkten ihren Mitbewerbern hin- terher, wenn auch weniger deutlich. Zwei Ausreißer Am interessantesten dürften aber zwei andere Ausreißer sein: Da ist zum einen der globale Mischfonds RB Luxtopic Flex, der in den ersten acht Monaten dieses Jah- res die mit Abstand beste Performance aller Preisträger einfahren konnte, sowohl absolut als auch relativ zur Peergroup. » Das Risikoprofil des RB Luxtopic Flex ähnelt derzeit eher einem fokussierten Aktienfonds als einem breit diversi- fizierten Mischfonds. « Andreas Ritter, IVA 170 fondsprofessionell.de 3/2026 MARKT & STRATEGIE DEUTSCHER FONDSPREIS FOTO: © GÜNTER MENZL FÜR FONDS PROFESSIONELL Der DEUTSCHE FONDSPREISwird an die besten aktiven Fondsmanager der vergangenen fünf Jahre verliehen. Dochwie schneiden sie nach der Award-Verleihung ab? Hier die unterjährige Betrachtung per Ende August 2026.
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