FONDS professionell Deutschland, Ausgabe 3/2026

44,5 Prozentpunkte auf Technologie und 20,5 Prozentpunkte auf Finanzdienstleis­ tungen.“ Die drei größten Positionen, die Chiphersteller SK Hynix, Kioxia und Micron, gewannen seit Jahresbeginn in Landeswährung zwischen 185 und 450 Prozent, getragen vomKI-Boom. „Ergänzt wird der Schwerpunkt durch ASML und Siemens Energy sowie durch europäi­ sche Bankaktien wie Banco Santander, Unicredit und BBVA, die seit Jahresbeginn allesamt besser abschnitten als der Gesamt­ markt“, so Ritter. „Die Kehr­ seite zeigte sich im Juli, als der Fonds mit der Halbleiter­ korrektur Boden verlor.“ Sein Fazit: „Das Risikoprofil ähnelt derzeit eher einem fokussier­ ten Aktienfonds als einem breit diversifizierten Misch­ fonds.“ Mit Blick auf die Rallye und die Korrektur der Halb­ leiterwerte stellt sich die Frage, wie lange solche Highflyer im Portfolio bleiben. Wann ist den Fondsmanagern Robert und Jonas Beer die Bewertung zu hoch oder der Rücksetzer zu groß? „Man kann sich das Ganze wie ein Pferderennen vor­ stellen“, erläutert Jonas Beer und verweist auf den hauseigenen Algorithmus zur Aktienauswahl. „Wir setzen mit unserem Algorithmus auf die stärkeren Pferde. Zwei dieser starken Pferde sind aktuell SK Hynix und Micron. Dabei profitiert unsere Strategie von starken Trends wie demKI-Boom oder letztes Jahr vom Infra­ strukturboom. Wenn es zu einem Favo­ ritenwechsel kommt, misst der Algorith­ mus das und wechselt die Pferde.“ Ungewöhnliche Ergebnisse Ein weniger glückliches Händchen hatte in diesem Jahr bislang Alken-Grün­ der Nicolas Walewski mit seiner Euro­ pean-Opportunities-Strategie. „Strukturell schlägt der Frankreich-Anteil von 37,6 Prozent durch, mehr als das Doppelte des Benchmarkgewichts: Frankreich blieb im laufenden Jahr klar hinter dem Gesamt­ markt zurück“, analysiert Ritter. Den Ausschlag gegeben habe aber letztlich „die Einzeltitelauswahl mit ungewöhnlich weit auseinanderfallenden Ergebnissen“, wie es der IVA-Vorstand formuliert. Unter den größten Positionen verloren Vusion Group, Alstom und DSV seit Jahresbe­ ginn zweistellig, die beiden Erstgenann­ ten rund ein Drittel. „Dem standen mit ASML, Edenred und Telecom Italia Titel gegenüber, die den Gesamtmarkt um ein Mehrfaches übertrafen“, so Ritter. „Diese Beiträge reichten jedoch nicht aus, um das Defizit auszugleichen.“ Walewski wird dem jüngsten Abschnei­ den wohl keinen großenWert beimessen. „Wir verstehen uns als lang­ fristige, geduldige Investoren“, berichtete er im März im Interview mit FONDS profes­ sionell (siehe Ausgabe 1/2026, Seite 214). „Und wir sind durchaus bereit, konträr zum Mainstream zu agieren, wahr­ scheinlich ein wesentliches Kriterium, das uns von vielen Marktteilnehmern unterschei­ det, die heute oft sehr kurz­ fristig denken und agieren. Entscheidend ist für uns nicht der nächste Monat, sondern ob ein Investment in drei, fünf oder sieben Jahren Wert schafft.“ BERND MIKOSCH FP Erstaunlicher Schub Entwicklung des RB Luxtopic – Flex Der global investierende aktienorientierteMischfonds von Robert Beer Management konnte zuletzt überzeugen. Quelle:Mountain-View 90 % 100 % 110 % 120 % 130 % 140 % 150 % 160 % 170 % 180 % RB Luxtopic - Flex - A 2026 I 2025 I 2024 I 2023 I 2022 I ’21 RB Luxtopic - Flex - A Alt Nicolas Walewski, Alken: „Entscheidend ist für uns nicht der nächsteMonat, sondern ob ein Invest- ment in drei, fünf oder sieben JahrenWert schafft.“ Jonas Beer, Robert Beer Management: „Wenn es zu einemFavoritenwechsel kommt, misst der Algorithmus das undwechselt die Pferde.“ 174 fondsprofessionell.de 3/2026 MARKT & STRATEGIE DEUTSCHER FONDSPREIS FOTO: © CHRISTOPH HEMMERICH | FONDS PROFESSIONELL | BEER, CHRISTOPH HEMMERICH | FONDS PROFESSIONELL | ALKEN AM

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