FONDS professionell Deutschland, Ausgabe 3/2026
regelmäßig den Marktgegebenheiten an. Und das ohne zusätzliche Kosten. Auf diese Weise stellen wir sicher, dass bei unseren Beratern kein Gefühl der Über- forderung aufkommt und jeder das für ihn passende Angebot findet. ZurichsetztimVertriebstarkaufAusschließ- lichkeit. In welchem Verhältnis sind in der Lebensversicherung Exklusivpartner und Makler fürSie tätig? Banken als eine Art Ausschließlichkeit tragen 75 Prozent, die klassische Aus- schließlichkeit 15 Prozent und Makler zehn Prozent des LV-Geschäfts. Für uns sind beide Vertriebswege im Rahmen unserer Multi-Channel-Ausrichtung stra- tegisch wichtig. Unsere Exklusivpartner begleiten Kunden in der Regel über viele Jahre hinweg und beraten sie ganzheitlich entlang ihres gesamten Absicherungs- und Vorsorgebedarfs. Gerade bei langfristigen Themen wie Altersvorsorge, Absicherung der Arbeitskraft oder Ruhestandsplanung entsteht dadurch eine sehr enge und kon- tinuierliche Kundenbeziehung. Die Kun- den schätzen die persönliche Erreichbar- keit, Fachkompetenz und die langfristige Betreuung. UnddieMakler?Sindsienichtdieanspruchs- volleren Partner, da sie aus der Breite des Marktes die besten Angebote für ihre Kun- denherausfilternkönnen? Makler arbeiten mit mehreren Anbietern und vergleichen unterschiedliche Produkt- lösungen. Das macht sie aber nicht zu den „anspruchsvolleren“ Partnern, sondern zu Beratern, die eine hohe Markttransparenz in den Beratungsprozess einbringen müs- sen. Genau deshalb schätzen wir diese Zusammenarbeit ebenfalls. Denn Makler können uns unmittelbares Feedback zum Markt und zu den Erwartungen der Kun- den geben. Diese Rückmeldungen kön- nen uns dabei helfen, Produkte und Ser- vices kontinuierlich weiterzuentwickeln. Gleichzeitig nehmen wir aber auch wahr, dass die Ausschließlichkeitsorgani- sation aus den genannten Gründen für viele Kunden weiterhin der bevorzugte Ansprechpartner ist und bleibt. Die jüngsten Reformen zur privaten Alters- vorsorgesprechenfüreineSonderkonjunk- tur inderLebensversicherung, heißt esaus IhremHaus.DrohtnichtvielmehreinKampf umdasAlleinstellungsmerkmallebenslange Rente, der durch das Altersvorsorgedepot verlorengehenkönnte? Im Gegenteil. Die Reform macht den Unterschied sogar sichtbarer. Ein Alters- vorsorgedepot kann sehr effizient Vermö- gen aufbauen. Die eigentliche Herausfor- derung beginnt aber mit Rentenbeginn. Dann geht es darum, aus diesem Vermö- gen ein verlässliches Einkommen für die gesamte Ruhestandsphase zumachen. Die lebenslange Rente bleibt deshalb ein zen traler Mehrwert von Versicherern, weil sie das Langlebigkeitsrisiko absichert. Werden Sie zum 1. Januar 2027 eine Früh- start-Rente anbieten, die gesetzlich ja aus- schließlichalsStandardproduktmitKosten- deckel voneinemProzent erlaubt ist? Wir streben an, frühzeitig eine entspre- chende Lösung für unsere Kunden bereit- zustellen. Dabei ziehen wir auch Ange- bote von Drittanbietern in Betracht. Weil das Gesetzgebungsverfahren noch läuft, sind aber noch keine finalen Entscheidun- gen hierzu getroffen. VielenDank für dasGespräch. DETLEF POHL FP » KI kann unterstützen, aber nicht Verantwortung übernehmen. « Björn Bohnhoff, Zurich Online weiterlesen: QR-Code scannen oder fponline.de/Zurich326 eingeben. KURZ-V I TA : Björn Bohnhoff Björn Bohnhoff, 52, begann seine berufliche Laufbahn 1999 bei Zurich. 2014 übernahmder Diplom-Volkswirt die Leitung des bAV-Bereichs. Seit 2016 verantwortet er dieWeiterentwicklung der Lebensversicherungen undmanagt mit seinemTeamden Policenbestand. Seit Mai 2020 sitzt Bohnhoff imZurich-Vorstand. FONDS & VERSICHERUNG Bjorn Bohnhoff | Zurich 236 fondsprofessionell.de 3/2026 FOTO: © CORNELIS GOLLHARDT FÜR FONDS PROFESSIONELL
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