FONDS professionell Deutschland, Ausgabe 3/2026

aktuellnochKundenbetreuer?Fallsja:Müs- sen die Kandidaten einen eigenen Kunden- stammmitbringen? Ja, wir expandieren weiter. Ein vorhande- ner Kundenstamm ist von Vorteil, aber keine Bedingung. Wir wachsen derzeit sehr gut. Von unseren Beratern erwarten wir die Bereitschaft, eigenverantwortlich und unternehmerisch wie ein Banker zu handeln und die üblichen Akquisezahlen zu erfüllen. Bei uns gibt es jedoch keine Vorgaben, wie der Arbeitstag zu gestalten ist oder wer angesprochen werden muss. Mit dieser Philosophie sollte man umge- hen können. Wir bieten unseren Mit- arbeitern viel Freiraum: Natürlich haben wir Ziele, aber dank des starken Kunden- zuspruchs lässt sich viel bewegen. Und mit Opta Data ergibt sich für die Betreuer natürlich ein guter Zugang zum größten Dienstleister im Gesundheitswesen in Deutschland und Österreich. WieläuftdieZusammenarbeitmitOptaData inderPraxis? Wir kooperieren mit Opta Data im Healthcare Banking. Die Kunden ent- scheiden sich immer selbst, ob sie unser Angebot annehmen – da ist kein Zwang dahinter. Aber wenn es gelingt, glaub- würdig zu vermitteln, dass wir eine Bank sind, die anders ist als andere, dann haben Sie auch einen guten Kundenzuspruch. Zudem sind 1.300 Kunden je Berater, wie das bei einigen Großbanken in der Berufs- gruppe Healthcare gängig ist, nicht unser Ziel. Dann können Sie nur noch selektie- ren. Wir wollen jedoch individualisieren. Wie hoch ist aktuell denn das verwaltete KundenvermögendesBankhausesBauer? Wir sind jetzt deutlich über einer Mil- liarde Euro. Im Schnitt wollen wir jähr- lich um über 15 Prozent wachsen. Das ist schon ein hohes Ziel, aber ich bin über- zeugt, das bekommen wir aus organi- schemWachstum hin. Sie kommen selbst aus dem Private Ban- king.SiewarenbeiderDeutschenBank,der Weberbank undbei OddoBHF.Warumsind Sie nach der Schule Banker geworden? Es gab javieleandereMöglichkeiten. Nach der Schule wollte ich gar nicht Banker werden, sondern im Kunstbe- reich arbeiten. Ich wollte etwas Kreatives machen, etwas entwerfen. Industriede- sign war eigentlich das Studium meiner Wahl. Doch dann hat mich der Mut ver- lassen, und ich dachte mir: „Bewirb dich doch einfach mal als Industriekaufmann oder Bankkaufmann.“ Schließlich hat es mich zur Bank gezogen und ich habe eine Ausbildung bei der BFG Bank gemacht, anschließend bin ich zur Deutschen Bank gewechselt. IchwürdegerneinenkleinenSchwenkzum Fondsbereichmachen.DasBankhausBauer bietet aucheigenePublikumsfondsan. Das ist richtig. Mir ist dabei wichtig zu erwähnen, dass diese Fonds aus der Kun- dennachfrage heraus entstanden sind. Wir legen also nicht unzählige Produkte auf, weil wir das für richtig halten, sondern nutzen das Fondskonstrukt selektiv, wenn es für die Bedürfnisse unserer Kunden die optimale Lösung ist. Im Fall der Fonds war es das Ziel, unsere langfristig sehr erfolgreiche Vermögensverwaltung, die wir diskretionär unseren Kunden ab einer Million Euro anbieten, auch einem brei- teren Publikum zugänglich zu machen. Dies ist nunmöglich. Andere Banken und Vermögensverwalter im Retail Banking sowie unser Opta Data Banking können unsere Fondsangebote nun im Grunde ab einem Euro und auch als Sparplan erwerben. » Wir expandieren weiter. Ein vorhandener Kunden- stamm ist von Vorteil, aber keine Bedingung. « André Weber, Bankhaus Bauer KURZ-V I TA : André Weber AndréWeber kam2017 als Private-Banking-Leiter zum Bankhaus Bauer und gehört seit 2023 demVorstand der Privatbank an. Seit März 2026 ist er Sprecher des Vor- stands. Der gelernte Bankkaufmannwar zuvor bei der Deutschen Bank, derWeberbank sowie für Oddo BHF tätig. BANK & FONDS André Weber | Bankhaus Bauer 402 fondsprofessionell.de 3/2026 FOTO: © CORNELIS GOLLHARDT FÜR FONDS PROFESSIONELL

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