FONDS professionell Deutschland, Ausgabe 3/2026
PARTNER-PORTRÄT rig sein. Andererseits muss Wohnraum für die Bevölkerung bezahlbar bleiben. Hier gilt es, die Interessensorgfältigauszutarieren. Fondsgesellschaften wie die INDUSTRIA investieren einen Teil des eingesammelten Kapitals gezielt in geförderten Wohnraum. Warum? Arnaud Ahlborn: Weil sich hier stabile Erträge, staatliche Förderung und einmessbarer gesell- schaftlicher Nutzen verbinden. GeförderteWoh- nungen dürfen nur zu festgelegten, meist deut- lich unter dem Marktniveau liegenden Mieten angebotenwerden. Als Ausgleich erhalten Bau- herren bzw. Eigentümer Förderungen, die je nach Bundesland und Kommune sehr unter- schiedlich gestaltet sein können. Die Förderung reduziert die Investitions- und Finanzierungs kosten und kann dadurch die niedrigeren Miet einnahmen teilweise kompensieren. Das ist besonders relevant, seit hohe Bau- und Finan- zierungskosten viele frei finanzierteWohnungs- bauprojekte unwirtschaftlich gemacht haben. Herr Hau, wie sehen Immobilienfondsgesell- schaften wie die INDUSTRIA ihre Rolle als Bestandshalter? Jürgen Hau: Wie Herr Ahlborn bereits erläutert hat, sind Immobilienfonds in der Regel langfris tig orientierte Bestandshalter, die ihre Portfolios aktiv pflegen, um Immobilienwerte zu erhalten und nachhaltig zu steigern. Dadurch nehmen Fondsgesellschaften eine wichtige Rolle bei der weiteren Professionalisierung der Immobilien- bewirtschaftung ein. Große Fondsgesellschaften verfügen über spe- zialisierte Asset- und Property-Management- Strukturen einschließlich eines professionellen Mieterservice. Ummehrere tausend Wohnun- gen effizient zu bewirtschaften, müssen Anfra- gen standardisiert, priorisiert und dokumentiert werden. Ein gut erreichbarer Mieterservice ver- hindert, dass kleine Probleme eskalieren und zu Mietminderungen, Rechtsstreitigkeiten oder größerenSchäden führen. Hinzukommt: Zufrie- dene Mieter bleiben in der Regel länger in ihren Wohnungen. Von zentraler Bedeutung ist darüber hinaus eine vorausschauende Instandhaltungsplanung, die ESG-Strategien konsequent integriert. Wer- den Wohnungen über einen Zeitraum von zehn Jahren oder länger im Bestand gehalten, sind Reparaturen undModernisierungsmaßnahmen unvermeidlich. Insbesondere bei großen Woh- nungsbeständen müssen Fondsgesellschaften diese Aufgaben strategisch planen und steuern. Dabei kommt dem professionellen Datenma- nagement eine zunehmend zentrale Rolle zu. Es schafft die Grundlage für fundierte Entschei- dungen, eine effiziente Bewirtschaftung und die langfristige Sicherung der Bestandsqualität. Arnaud Ahlborn, Jürgen Hau und ThomasWirtz (FRICS) Kontakt INDUSTRIA Immobilien GmbH Schreyerstraße 4–6 60596 Frankfurt a.M. Telefon: +49/69/83 83 98-0 Fax: +49/69/83 77 99 E-Mail: info@industria-immobilien.de Internet: industria-immobilien.de Firmenporträt Die INDUSTRIA Immobilien GmbH ist Spezialist für Investitionen in deutscheWohnimmobilien. Das Unter- nehmen mit Sitz in Frankfurt am Main erschließt pri- vaten und institutionellen Anlegern Investitionen in Wohnungen anwirtschaftsstarken Standorten in ganz Deutschland und bietet ein umfassendes Leistungs paket im Asset und Property Management. INDUSTRIA ist Teil der Becken-Gruppe, eines inhaber- geführten Hamburger Immobilien- und Investment- unternehmens, das seit 1978 in den führenden deut- schen Metropolregionen tätig ist. Aktuell verwaltet INDUSTRIA rund 24.000 Wohneinheiten mit einem Volumen von mehr als 6,4 Milliarden Euro im deut- schen Wohnungsmarkt und stützt sich dabei auf die Erfahrung aus über 70 Jahren Tätigkeit amMarkt. Die Akquisitionsstrategie von INDUSTRIA ist sowohl auf Neubau- als auch auf Bestandsinvestitionen gerichtet. Für das Unternehmen spielen die ESG-Kriterien eine große Rolle. Dabei verfolgt INDUSTRIA seit Jahren die Strategie, insbesondere in bezahlbarenWohnraumzu investieren, und verwaltet etwa 2.900Wohnungen im Segment des öffentlich geförderten Wohnens. Arnaud Ahlborn Managing Director Jürgen Hau Managing Director Thomas Wirtz (FRICS) Managing Director ANZEIGE FOTO: © ANDREASHENN.COM
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